Predigt 18.1.2017

Beck, Johann Tobias – Der Grundfehler unsrer Zeit.

Predigt aus dem Jahr 1849

Luc. 3, 2—18: Da Hannas und Caiphas Hohepriester waren, da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, Zachariä‘ Sohn, in der Wüste. Und er kam in alle Gegend um den Jordan, und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Wie geschrieben stehet in dem Buch der Rede Jesaias, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, und machet seine Steige richtig. Alle Thäler sollen voll werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedriget werden, und was krumm ist, soll richtig werden, und was uneben ist, soll schlechter Weg werden. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen. Da sprach er zu dem Volk, das hinaus ging, daß es sich von ihm taufen ließe: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, tbut rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmet euch nicht vor zusagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen, und in das Feuer geworfen. Und das Volt fragte ihn und sprach: Was sollen wir denn thun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zween Röcke hat, der gebe dem der keinen hat; und wer Speise hat, thue auch also. Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen denn wir thun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist. Da fragten ihn auch die Kriegsleute, und sprachen: Was sollen denn wir thun? Und er sprach zu ihnen: Thut niemand Gewalt noch Unrecht, und laßt euch begnügen an euerm Solde. Als aber das Volt im Wahn war, und dachten alle in ihren Herzen von Johanne, ob er vielleicht Christus wäre, antwortete Johannes, und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auflöse. Der wird euch mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen. In desselben Hand ist die Worfschaufel und er wird seine Tenne fegen, und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln, und die Spreu wird er mit ewigem Feuer verbrennen. Und viel anders mehr vermahnete und verkündigte er dem Volk.

Geliebte Zuhörer! Unser Text gibt uns Reden an das Volk, wie man sie heutzutage nicht gewohnt ist; er führt uns einen Mann vor, streng und rauh in seiner ganzen Art und Sprache, abgeschieden von der Welt, und wo er mit ihr in Berührung kam, sie verfolgend mit einer nichts schonenden Bußpredigt und mit der schärfsten Drohung göttlicher Gerichte. Fraget euch selbst, meine Freunde, ob ein solches Auftreten bei uns nicht von allen Partheien verdämmt würde als ein hartes, liebloses Betragen, das einem Diener Gottes nicht anstehe; und doch wandte die damalige Welt sich nicht ab von diesem Mann und seinem Wort. Alles Volk lief ihm nach und erkannte ihn sogar für einen Propheten, gab ihm in seinem strengen Wort und Wesen so sehr Recht, daß der HErr selbst Luc. 7, 29. sagen konnte: alles Volk, das ihn hörete, auch die Zöllner (nur nicht die Pharisäer und Schriftgelehrten) gaben Gott Recht und ließen sich taufen mit der Taufe Johannis. — So viel Respekt vor der Strenge und Heiligkeit der Wahrheit hatte jene Zeit, die doch auch kein Muster war, noch voraus vor der jetzigen, wo man schon über jeden strengen Ausdruck böse wird oder zurückschaudert, nicht fragt: ist’s Wahrheit? und dann Recht gibt, daß es Gott Recht gegeben heißt, sondern die Frage ist: ist’s so, wie ich’s und meine Genossen gerne haben? thut’s nicht dem und jenem wehe oder Abbruch? und danach wendet man die Ohren von der Wahrheit und ladet sich Lehrer auf, die reden wie es den Ohren wohlthut (2 Timoth. 4, 3 f.). So wurde es später auch in jener Zeit Christi, da die Leute vom ersten Eifer abkamen, und den wenigen Männern der Wahrheit, einem Johannes, Jesus und ihrer geringen Jüngerschaar wieder die angesehenen und mächtigen Pharisäer und Schriftgelehrten vorzogen, weil diese sich anschmiegten an die hochfliegenden Wünsche des Volkes, an die Gedanken und Wege der Zeit in kirchlichen und politischen Dingen, während jene Wahrheitsmänner Nichts nachgaben an Gottes Gedanken, Gottes Wegen und Gesetzen. Aber was war’s denn, was eine Zeitlang auch zu dem rauhen Johannes Leute aller Stände bis auf Zöllner und Kriegsleute hinzog, so daß sie sich Alles sagen ließen, selbst die strengsten Wahrheiten, die nicht nur ihre Lüste und Gewohnheiten so hart angriffen, sondern auch ihren höchsten Ruhm, Volk Gottes zu seyn, die ihrer Alle vom größten bis zum kleinsten zu Buße bedürftigen Sündern machte? um welcher Sache willen unterwarfen sie sich einer so harten Bußtaufe? Das geschah, weil dem Volk der Juden durch seiner alten Propheten Stimme und durch die unglücklichen Zeiten, welche es unter dem Regiment der Weltreiche durchgemacht hatte, die Erwartung tief ins Herz gedrückt war, das verlorene Reich Gottes werde in einer vorher nicht dagewesenen Herrlichkeit wiederkommen, durch einen Abkömmling ihres großen Königs David, der von Gott dazu mit aller Kraft ausgerüstet oder gesalbet sei, und der ebendaher der Gesalbte, der Messias, der Christus, hieß; mit diesem HErrn des neuen Gottesreiches werde alles Uebel ein Ende nehmen und das Heil der Welt anbrechen. Darauf wurde eben damals gewartet und nun kam Johannes und predigte „thut Buße — das Reich Gottes ist herbeigekommen!“ wies in die Propheten hinein, wie z. B. in das Buch Jesaiä, wo es hieß: „Bereitet den Weg des HErrn — alles Fleisch wird nun den Heiland Gottes sehen.„

Das fiel denn wie eine zündende Flamme in die Herzen alles Volks und in dem ersten Eifer war ihnen nichts zu viel, wenn nur das Reich ihnen wieder würde, weder der Weg in die Wüste, noch die rauhe Sprache und Forderung des Johannes, noch die Arme-Sünder-Taufe; — ja mit einer Hast fielen die Leute auf die neue Reichsfrage hinein, daß sie sogar den strengen Täufer gleich für Christus selbst nehmen wollten, daß sie dann von Johannes abgewiesen, Jesum als den erwarteten Davidssohn zum König in ihrem Sinn machen wollten, und auch da wieder abgewiesen, hiengen sie sich an jeden Verführer, der ihnen nur die schnellste Aufrichtung des Reiches versprach, singen darüber Empörungen an, eine nach der andern, immer hartnäckiger, bis endlich der aufs Höchste gehaßte Feind, der Römer, den Todesstreich führte auf das ganze Land. — Das war ein fürchterliches Erwachen aus dem Rausch, ein fürchterliches Ende für alle die Blendwerke und Träume, die man sich in eigenwilliger Hast von einer neuen Reichsherrlichkeit machte und machen ließ, ein Ende aber auch, wie es der Mund der Wahrheit vorausgesagt hatte, und wie es leider auch unserer Zeit nicht ausbleiben wird, weil ebenfalls Alles auf dem kürzesten Weg nur das Reich haben will, und man darüber die Stimme der Wahrheit nicht mehr hört und befolgt. Ja es ist eine Aehnlichkeit zwischen jener Zeit und unserer Zeit, die auch dem blöden Auge auffallen muß. Da wird ja auch einerseits Alles an die Aufrichtung eines deutschen Reiches gesetzt, andererseits Alles an die Aufrichtung eines Reichs Gottes. Aber um von dem erstern zu schweigen — denn unser Evangelium gibt uns zunächst ein Bild und eine Anwendung für den Kreis, wo man nach dem Reich Gottes fragt und sich eifrig darum bemüht — aber auch im letztern Falle ist man, wie wir deutlich an den Juden sehen, noch keineswegs auf dem rechten Weg und vor dem zukünftigen Zorngericht bewahrt. Man kann doch mit scheinheiligen Pharisäern und mit ungläubigen Sadducäern, mit eifernden Zeloten und mit wilden Empörern zuletzt in Einen Sturz und Abgrund hinabgerissen werden, wie es in Judäa geschah, obgleich der HErr sagen konnte: von den Tagen Johannis des Täufers wird das Reich Gottes durchs Evangelium geprediget und Jedermann dringet mit Gewalt hinein. (Matth. 11, 13. Luc. 16, 16.) Man kann aus den Propheten, den Heil. Schriften Vieles davon hören und lesen, wissen und glauben, wie es bei den Israeliten der Fall war; man kann Alles darauf halten, zum Volk Gottes zu gehören und nicht nur mit dem Gesetz sich begnügen, sondern auch einen Christus, einen Heiland Gottes eifrig begehren und selbst, wie später die Juden, Jesu«, dafür nehmen, hingerissen vom Eindruck seiner Thaten und Worte, von seiner Gnade und Menschenliebe ihn zum König machen, ins Regiment des Landes einsetzen wollen; ja man kann wie das Volk bei der Bußtaufe Johannis als armer Sünder sich darstellen zur Vergebung der Sünden, kann sogar, wie es nachher heißt (Joh. 4, 1.), daß Jesus unter dem Volk noch mehr Jünger machte und taufte denn Johannes, kann also den Schritt aus der Welt heraus unter Jesu Jüngerschaar thun, so daß man vor sich und Allen, welche die rechte Glaubensprüfung nicht verstehen, als ein Gläubiger dasteht; und diese in der Menschen Augen entschiedene Glaubensbewegung kann Jahr und Tag dauern und unter dem Volk so groß und allgemein sein, daß die Feinde des Christenthums meinen verzweifeln zu müssen, wie denn die Pharisäer noch kurz vor dem Tod Jesu, diesem Tag des großen Abfalls, sagten: ihr sehet, daß ihr Nichts ausrichtet, siehe alle Welt läuft ihm nach. (Joh. 12, 19) – Dieß Alles mag unter uns seyn, wie es unter den Juden der Fall war, und es gilt doch, was der Evangelist Johannes 2, 23 f. von den Vielen bemerkt, die an Seinen Namen glaubten: Jesus vertrauete sich ihnen nicht, denn er kannte sie Alle; es ging und geht doch falsch mit allem diesem Getreibe um das Reich Gottes, und wenn der Tag der Worfschaufel kommt, stiegt es wie Spreu auseinander.

Wo lag und liegt denn nun der Fehler? das ist nicht schwer zu entdecken, wenn man Liebe zur Wahrheit hat und göttlich über diese Dinge denken lernen will, statt nur menschlich. Der Hauptfehler, wodurch den Juden Alles mißlang, trotz ihrem guten Anfang und jahrelangen Eifer für Gott und Gottes Reich, für einen Johannes und einen Christus, der Hauptfehler war, daß sie Alles in ihr Eigenes hinein, und herabzogen, was sie von den Personen und Sachen des Reiches Gottes hörten und sahen, wußten und glaubten; sie verwarfen es nicht unmittelbar, sie nahmen es an, aber nur so, daß es sich schickte zu ihren eigenen Gedanken und Ansichten, Wünschen und Bestrebungen; sie wollten ihr Volk und Vaterland, ihren Staat und Tempel oder Kirche in ihrer alten Größe und Herrlichkeit baldmöglichst wieder haben (was ja alle Welt gut heißt) und darum sollte das Reich Gottes mit ihren Satzungen und Formen sich verbinden, sollte zu einer äußerlichen Staats, und Kirchenmacht sich zurichten lassen, zu einem sichtbaren Reich, einem Reich Israel in der gegenwärtigen Welt. Danach machten sie sich nun selber ein Bild vom Wesen und Weg des Reiches Gottes, von seinen Personen und Sachen, von seinen Gesetzen, Verheißungen und Gnadengütern, deuteten und thaten Alles nach diesen selbstgemachten Bildern, und verkehrten so das Reich Gottes in eine zeitliche, weltliche Form; seine heiligen Schriften, seinen Christus und Heiland, sein Evangelium und Himmelreich, die Buße, den Glauben, die Taufe, was sie Alles gelten ließen, kleideten sie in die Art ihres eigenen Sinnes und ihres eigenen Werkes, in den Geist und die Farbe ihrer Weisheit und Thorheit, ihrer Frömmigkeit und Ungläubigkeit, ihrer Glücks- und Unglücksgedanken. Das, Geliebte, war der herrschende Fehler bei den Juden, dem alten Volke Gottes, und ist eben so herrschend bei dem Heutigen Volk Gottes in unsern christlichen Ländern, und die Folgen müssen heute wie damals dieselben sein, daß nämlich die Glaubensbewegungen und Bemühungen ums Reich Gottes zum Gegentheil von dem führen , was man will, weil man das Reich Gottes selbst zum Gegentheil von dem macht, was es nach des HErrn Gedanken sein soll und sein will, weil man es jetzt schon zu einem auswendigen Bau machen will, statt ihm bis auf die zukünftige Wetteränderung seine inwendige Gestalt zu lassen.

Nicht von dieser Welt will Gottes Reich sein, weil dieselbe beherrscht und verdorben ist von der Sünde, und, um gründlich gebessert zu werden, erst in ihrem innern Wesen umgewandelt werden muß; in ihrem äußern Wesen aber wie der Leib des Menschen zerfallen und vergehen muß. Darum geht das Reich Gottes in das äußere Wesen dieser Welt nicht ein und stellt sich ihr nicht gleich, nimmt ihre Macht und Herrlichkeit nicht an sich, weil sie eitel ist, greift nicht zu ihren äußerlichen Waffen, Mitteln und Formen, um sich damit zu bauen oder zu wahren, weil Sünde an ihnen klebt; sondern als ein Himmelreich tritt es auf, das in sich selber das wahre Wesen von dem hat, wovon die Welt nur den Schein hat, das aus der obern Welt des reinen Lebens neue, heilige Kräfte und Güter in die Welt hereinbringt, um in ihr einen Schatz anzulegen, welcher den Tod und die Weltzerstörung überlebt und im unvermeidlichen Zerfall des Alten ein neues Leben, eine neue Welt schafft. Und diesen Schatz bringt das Reich Gottes in die Welt, nicht als etwas Aeußerliches, Sichtbares, Handgreifliches, das man erreichen kann durch Sehen und Hören, ob man auch Jesum selbst sehe und höre, durch äußerlichen Umgang, äußerliche Verbindungen und Werke, wären es auch gottesdienstliche, wie die Taufe; seinen Schatz legt das Reich Gottes in das Aeußerliche hinein und zwar nicht in das Ansehnliche, sondern in das Unansehnliche, Einfache, nicht in das Künstliche, sondern in das Natürliche; legt ihn hinein als etwas Inwendiges, Verborgenes, Unsichtbares, das man eben daher im Inwendigen seiner Personen und Worte und Sachen aufsuchen muß mit dem eigenen Inwendigen, mit den Geisteskräften des Herzens und Gemüthes, und da im Inwendigen, in der Tiefe des verborgenen Herzensmenschen muß und will Christus vorerst allein Wohnung machen mit seinem Geist und seinen geistlichen Gütern, mit seiner Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung, nicht mit seiner äußern Gestalt und Herrlichkeit. Diese selbst ist noch verborgen in Gott und bleibt da verborgen, bis Er einst mit seinem Reich offenbar wird (Col. 3, 3 ff.), wo, mit eine neue Weltzelt beginnt; für diese Weltzeit bleibt es unabänderlich dabei: das Reich Gottes ist ein inwendiges und muß inwendig sein in euch. Darum eben ist der HErr des Reiches aus dem Sichtbaren in den Himmel entrücket, und stellt sich nur in Seinem Geiste ein, damit wir es fest behalten: das Reich Gottes soll jetzt blos ein unsichtbares, geistiges, inwendiges sein; damit müßt ihr euch begnügen, bis der HErr selbst wieder offenbar wird, und dann das inwendig verborgene Reichsleben auch äußerlich macht in allen Stücken an den Leibern seiner wahren Gläubigen, die dann verwandelt werden, an der Natur um uns her, die dann frei wird von ihrem Dienste der Eitelkeit, an den Reichen und Staaten der Welt, die dann Könige und Priester Gottes zu ihren Herren und Richtern bekommen, bekehrte Völker zu ihren Bürgern, an den Kirchen und Religionen in der Welt, die dann Eine Heerde unter Einem Hirten werden. Bis dorthin bleibt Welt, Welt; ihr Sündenwesen geht seinen finster« Weg fort, und es bleibt bis zum Tage der Vergeltung bei dem Wort der Offenbarung: Wer böse ist, sei immerhin böse, aber wer fromm ist, der sei immerhin fromm (Offenb. 22, 11.). Das werdet ihr nicht andern, ihr mögt es anfangen wie ihr wollt; mit Staatsverfassungen und Kirchenverfassungen , mit äußerer und innerer Mission werdet ihr so wenig als eure Väter es andern, daß die Bösen böse sind, und nur durch die strenge Gesetzeszucht und das Schwert der Obrigkeit in Schranken gehalten werden können nicht durch Verfassungen, nicht durch Evangelium, nicht durch Liebeswerke bekehrt und beglückt werden können; ihr werdet das Otterngezüchte in keine Tauben, und die Spreu in keinen Weizen verwandeln, werdet in keinem Land, keiner Stadt, keinem Dorf Alle oder auch nur die Meisten fromm und heilig machen, so wenig es der HErr selbst und seine Apostel machten, sondern ihr müßt es euch gefallen lassen, daß nur die Wenigen, die das Wort der Wahrheit und Seligkeit so, wie es ist, nicht wie ihr es aufputzet, gerne annehmen, in Gottes Reich kommen, daß Christi Heerde in dieser Weltzeit nur eine kleine Heerde bleibt, und in dieser gemischten Welt zerstreut bleibt wie einzelne Salzkörner über den Erdboden, bis ihr HErr kommt sie zu sammeln von allen Enden der Welt. Bis dahin gehen aber auch über und unter den Sünden der Menschen die Gerichte des HErrn in der Welt fort, auch über euer Vaterland, auch über eure Kirche und Genossenschaften, wenn sie reif dazu sind durch Heuchelei und Unglauben, Lauheit und Abfall, auch über das Haus Gottes und über dieses zuerst, weil der Richter die Worfschaufel nimmt, um zuerst seine Tenne zu fegen, ehe er die Straße fegt; und das werdet ihr wieder nicht ändern, ob ihr Assur oder Aegypten, Juda oder Samaria zu Hülfe ruft, oder für unsere Zeit übersetzt: ob ihr an Rußland oder Frankreich, an Preußen oder Oestreich euch anlehnet; ob ihr mit Abrahams Samen, mit den Hohenpriestern und Pharisäern auf Gott und Sein Reich pochet, oder mit Sadducäern, Zöllnern und römischen Bürgern auf fleischliche Freiheit und Macht. Die Gerichte Gottes gehen ihren Gang genau mit den Sünden der Menschen, und ohne Besserung, wie sie vor Gott gilt, treibet ihr sie nicht zurück, ihr möget fluchen oder beten; denn auch Beten wird nur erhöret, wenn es nach dem Willen Gottes geht, und der unveränderliche Wille Gottes ist: thut rechtschaffene Früchte der Buße! den Bäumen aber, die nicht gute Früchte bringen, wird die Axt an die Wurzel gelegt.

Das Alles, meine Freunde, lehrt uns das Wort Gottes in unserem heutigen Evangelium und an vielen Orten, wenn wir es nur übersetzen für unsere Verhältnisse, und danach geht es, wir richten Nichts dagegen aus, ob wir es gut meinen oder übel meinen. Darum denke Niemand, das seien harte und übertriebene Reden; denn so dachten die Juden, so oft ihnen das Reich Gottes nicht nach ihrem Sinn, nicht nach dem Wahn ihrer Zeit gepredigt wurde, und sie brachen lieber mit den Zeugen der Wahrheit, die ihnen nicht nach, geben konnten, als daß sie von ihrer Ansicht und ihrem Weg sich abbringen ließen, brachten sich aber eben damit nicht nur um die geistliche Segenskraft des Himmelreichs, sondern auch um das, was sie schon hatten und noch haben wollten, — es führte zur Staats, und Kirchen-Auflösung, statt zu ihrer Aufrichtung, zum Verlust des Reiches Gottes, statt zum Eingang in dasselbe. Denket auch nicht, solches Bußpredigen heiße Gesetzpredigen und nicht Evangelium; denn damit trennet ihr, was Gott zusammen gefügt hat, und machet den HErrn selbst zum Gesetzprediger; denn Er selbst brachte und stiftete kein solches ungesalzenes Evangelium, das von der Buße getrennt wäre, vielmehr heißt es von Ihm (Matth. 4, 17.), seine Predigt sei gewesen: „thut Buße, das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ und Seinen Aposteln gibt er ausdrücklich auf den Weg mit (Luc. 24, 46 f.): also mußte Christus leiden und auferstehen von den Todten, damit Er nun predigen lasse in seinem Namen, nicht nur Vergebung der Sünden, sondern Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern; darum auch bei der ersten apostolischen Predigt des Evangeliums zu Jerusalem, als die Leute fragten: was sollen wir thun? antwortete Petrus nicht: ihr dürft nur glauben, daß Jesus euer Heiland sei und euch das Himmelreich schenke, sondern: thut Buße und lasse sich ein Jeglicher taufen auf den Namen Jesu zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heil. Geistes (Apostelg. 2, 38.), werdet vom HErrn mit Geist und Feuer getauft, nicht blos mit Wasser. — Und wenn nun dieses Bußethun nach dem Wort der Schrift Sinnesänderung heißt, die Grundänderung des Sinnes aber für das Reich Gottes nach dem Evangelium darin steht, daß der Sinn des Menschen von seiner eigenen und aller Welt Verdorbenheit und Verlorenheit sich überzeugen läßt, darum eben zu den Sichtbarkeiten dieser Welt kein Vertrauen mehr hat und jener unsichtbaren Welt des Reiches Gottes in Jesu sich zuwendet, es als ein himmlisches, geistiges, heiliges Leben, das nicht von dieser Welt ist, in sich aufnimmt und zu seinem Ziel macht; wenn das von Anfang an die christliche Buße oder Sinnesänderung ist, so ist es ein Grundfehler, den die Menschen beim Reiche Gottes machen, wenn sie sein unsichtbares Wesen in ein sichtbares verwandeln wollen, sein inwendiges in ein auswendiges. Da wird der Glaube und Alles, was daraus stießt, auf das Falsche gezogen; es ist bei aller äußerlichen Aenderung nicht die Umänderung des Sinnes in den geistlichen, himmlischen Reichssinn vorgegangen, sondern der alte Sinn ist es, der auch das Geistliche und Himmlische meint wie andere Dinge erlernen und formen zu können, erkünsteln, erzwingen, ausbreiten und aufrichten zu können, und so kommen dann jene unglücklichen Vermischungen, wie sie, seit die Juden damit anfingen, durch alle Zeiten und Völker gehen, daß man das Christliche durch, einander mengt mit dem Jüdischen und Heidnischen, das Himmlische und Ewige mit dem Irdischen und Zeitlichen; dem, was zukünftig ist und erwartet werden soll, will man vorauseilen und es zusammennehmen mit dem, was gerade an der Tagesordnung ist und sich augenblicklich gewinnen läßt; das inwendige Heiligthum des Gottesreiches will man umsetzen in ein äußerlich, heiliges Gemachte, sein geistliches Regiment verflechten in das weltliche Regiment, worüber beide Schaden leiden; das Göttliche vermischt man mit dem Menschlichen. Das gibt, während man sich noch etwas darauf einbildet, die trüben, unlautern Versäurungen des Süßteigs der göttlichen Wahrheit durch den Sauerteig der menschlichen Sündhaftigkeit, Kurzsichtigkeit und Schalkheit, die Verunreinigungen der Tenne des HErrn, die er mit seiner Worfschaufel wegfegt.

Nun denn, meine Freunde, wenn ihr dem HErrn und seinem Reich den Weg bereiten wollet, wie Er ihn bereitet haben will, und nicht bei allem Eifer um und für das Reich Gottes, es dennoch verfehlen wie die Juden, so lernet euch mit dem HErrn selbst und mit allen seinen wahren Nach, folgern schicken in die verborgene, unsichtbare Innerlichkeit des Reiches Gottes und in seine geringe äußerliche Gestalt, die es während dieser Weltzeiten an sich hat; und wenn damit manches besondere Thun und Treibe», das dem Reich Gottes eine Herrschaft in der Welt, eine äußerliche Größe und Macht verschaffen soll, niedergelegt wird, so saget nicht, das heiße Einen zum Nichtsthun verweisen. Sehet zu, daß ihr mit solchen Reden nicht den alten einfachen Weg der Wahrheit lästert, von dem es heißt: denselbigen gehet, sonst weder zur Rechten noch zur Linken (Jes. 30, 21). Was für ein Thun lehrten denn alle Propheten des A. Testaments, wenn es die Rettung von Volk und Land galt? was für ein Thun lehrt Johannes, lehrt Jesus, lehrt Petrus, als es das entscheidende Werk galt, in einer verwirrte,,, schwierigen Zeit, wie auch die unsrige ist, dem HErrn und seinem Reich den Weg zu bereiten und dadurch vor dem einbrechenden Zorngericht noch zu retten, was zu retten wäre? was für ein Thun fordern sie einstimmig? Wir haben es schon gehört: „thut Buße,„ ändert euern Sinn, bessert euch, sonst kommt ihr Alle um, sonst hilft Alles nichts. Dieses entscheidende Thun — warum gilt es so wenig? warum thut man, als wäre man schon im Reinen damit und betreibt alles Andere mehr? weil man fühlt, daß dieses gering geachtete Werk doch das schwerste ist, weil Alles in der Welt leichter zu ändern und leichter im Zaum zu halten ist, als des Menschen Sinn; aber eben darum habt ihr auch Nichts geändert und Nichts gewonnen, am wenigsten für das Reich Gottes, so lange die alte Gesinnung bleibt, der alte von dem guten Schein und von dem bösen Seyn dieser Welt gefangene Sinn. Also Buße thun, Sinn und Herz umwenden und gerichtet halten auf die wahre, reine himmlische Welt, auf ihren HErrn, ihre Kraft, ihr Gut und Gesetz, — dieß ist das Eine, innerliche Werk, das dem Heil und Reich Gottes, welches ein innerliches sein will, allein den Weg bereitet, und auch den Glauben allein bewahrt vor den ihn verunreinigenden und verfälschenden Ansätzen, und dem Werk muß Jeder obliegen, der bei sich und bei Andern, in seinem Haus, seinem Stand, seinem Vaterland Viel und Großes thun will, das Rechte thun will. Und saget ihr, daß doch auch äußerliche Werke zu diesem innerlichen Hauptwerk hinzukommen müssen: nun, in was faßt es Johannes zusammen, da er ein ganzes Volk auf die rechten äußerlichen Werke zu weisen hat? was gilt es wieder für ein Thun? „Thut rechtschaffene Früchte der Buße!“ Früchte müssen es nach der ganzen Schrift sein, was rechte Werke sein sollen, Früchte, die natürlich, von selber, aus dem Inwendigen, aus dem innern Wesen, Trieb und Kraft hervorwachsen, nicht Werke, die man wie in einer Industrieanstalt betreibt, die mit äußern Mitteln und Umtrieben ungekünstelt, angezwungen und nachgemacht werden; solche Reich-Gottes-Industrie mit ihren Treibhauswerken ist ein Scheinleben, das nicht aus dem innern Geist und Wesen hervorgeht, das nicht besteht und nichts Beständiges ausrichtet, das wie Spreu wieder verweht wird und das Feuer des Gerichts nicht überlebt. Und weiter, da Leute aus den verschiedensten Ständen vor Johannes traten und von ihm wissen wollten, was sie denn, um durch rechtschaffene Früchte der Buße dem Reich Gottes den Weg zu bereiten, insbesondere thun sollten, weist er sie wieder nicht an eine besondere christliche Werkfabrik und auf eine geistliche Heerfahrt, sondern er weist Alle, selbst Zöllner und Kriegsleute in den ordentlichen Weg ihres natürlichen Standes und nächsten Berufes, daß sie da treu sein sollten in Erfüllung ihrer Schuldigkeit, nicht das Eigene suchen. Niemand Gewalt und Unrecht thun, vielmehr Recht und Liebe üben gegen Jedermann.

Das ist die Summe der Gebote Gottes und das Wesen aller rechtschaffenen Frömmigkeit und Tugend in diesem Leben, und nicht die dringen ins Vollkommene, welche die Erfüllung ihrer nächsten Schuldigkeit für so bald abgethan ansehen, um nun auf besondere Werke auszugehen, sondern die das, was ihr Beruf und Stand erfordert und möglich macht, immer genauer nehmen, die der schweren Kunst der Verbindung von Recht und Liebe in ihrem ordentlichen Geschäft und Dienst immer gewissenhafter nachgehen, das, was ihr Christenthum ihnen als Weisheit oder Thorheit, als Wahrheit oder Lüge, als Recht oder Unrecht, als Heil oder Unheil zu erkennen gibt, gerade auf ihr Berufsgeschäft immer sorgfältiger anwenden, die kommen immer mehr ins Vollkommene, und aus solchen stillen, berufstreuen Männern, die kein großes Wesen machen, wählte der HErr alle die besondern Rüstzeuge für besondere Werke, die nicht Jedermanns Ding sind, und die nie auf Kosten der nächsten Pflichten gehen. Darum auch unser HErr, als ein eifriger Jüngling zu ihm kommt mit der Frage, was er denn zu thun habe, um das ewige Leben zu haben, um vollkommen zu werden, Er sagt ihm einfach: „Halte die Gebote„ —da hast du Arbeit genug und bist auf dem Weg, der zum Höchsten führt; und als den Jüngling das ein zu gewöhnliches, alltägliches Werk däuchte, das er schon lange genug, von Kindheit angetrieben habe, so gibt ihm der HErr nicht diese oder jene außerordentliche That auf dem Schau, platz der Welt oder der Kirche auf, sondern das Werk der Buße, der Sinnesänderung in seinem Eigenthum, gerade an dem Punkte, wo bei ihm das Herz am zähesten noch an dem Irdischen, Sichtbaren hing, am Geld: da, sagt er, laß los und ergreife dafür in meiner Nachfolge das Unsichtbare, das ewige Leben. Und die Apostel in allen ihren Briefen, wo sie mit schon Wiedergeborenen zu thun haben, mit geistlich Gesinnten, immer treiben sie mit denselben die zwei Haupt, punkte, einmal wie sie mit den Erlösungskräften und Heiligungsmitteln des Reiches Gottes sich täglich erneuern sollen im Geist ihres Gemüthes, und sich als wahre Gläubige immer mehr einleben in das Unsichtbare, in die in Christus ihnen aufgeschlossene Welt der Herrlichkeit, und in Seine Wieder-Erscheinung; also, statt dieser Welt sich gleich zu stellen, eine fortlaufende innere Veränderung durch Verneuerung des Sinnes, eine immer größere Vervollkommnung der Buße, welche der mit bloßem Wasser taufende Johannes nur anfing, und der mit Geist und Feuer taufende Jesus nicht aufhebt, sondern vollendet; und dann als zweiten Hauptpunkt führen die Apostel in allen Briefen aus, wie die Gläubigen rechtschaffene Früchte einer solchen Buße im täglichen Wandel bringen sollen durch Ausziehen des alten, an dem Sichtbaren klebenden , äußern Menschen und durch Anziehen des neuen, für die zukünftige Welt geborenen inwendigen Menschen, wie sie Jeder in seinem Berufe, darin er berufen sei, Recht und Liebe üben sollen, als Männer und Weiber, als Eltern und Kinder, als Herren und Knechte, Regierende und Untergebene ihre Schuldigkeit thun sollen.

Das, Geliebte, lehrt und treibt das Evangelium, wie es von Anfang an gepredigt ist durch den HErrn selbst und durch die, die Ihn gehört haben, und wie es auch zuvor verkündiget ist von allen Propheten bis auf Johannes , den größten derselben; und das heißen sie die heilsame, gesunde Lehre, von welcher gesagt ist, (2 Tim. 4, 3. 3, 1—5. 13) es werde eine Zeit sein, da man dieselbe nicht mehr leiden werde, und werde darüber theils in die Gottlosigkeit, theils in den Schein eines gottseligen Wesens gerathen, daß es unter den Menschen je länger je ärger werde. Und nun vergesset es nicht: jenes Werk der Veränderung und Verneuerung des innern Sinnes und des täglichen Wandels, das klein anfängt und nie stille steht, das ist’s allein, wodurch einem Menschen, einem Volk und Land zu helfen ist, ist’s allein, wodurch der Weg bereitet wird dem HErrn und seinem Reich, wie es jetzt schon kommt inwendig, und wie es bald kommen wird auswendig, daß es als das einzige Reich über alle Welt geht. Wenn aber Johannes für seine Bußpredigt auf ein nahendes Zorngericht Gottes, auf die den Bäumen an die Wurzel gelegte Axt weist, so ist auch jetzt die Axt nicht nur über den Bäumen geschwungen, nein, man muß blind sein, um es nicht zu sehen., sie liegt hart an der Wurzel unserer Staaten und Völker; wir gehen nicht nur einem Gerichte, wir gehen der Vollendung der göttlichen Zorngerichte entgegen, die nach dem Wort Gottes dem Kommen des Reiches Gottes vorangeht. Zwar die großen Leute, die unsern HErr Gott bereits abgesetzt haben , lachen und meinen, sie führen die Axt, wohin sie wollen, und kein anderer HErr — aber woher kommt dieser trotzige Muth? aus der Unwissenheit und Verwöhntheit, die in einer langen Ruhe und Friedenszeit die Schrecken eines die Menschenkraft zermalmenden Gerichts gar nicht kennen gelernt haben. Seit lange hat Gott theils geschwiegen theils nur mit Maaß gezüchtigt, seit Jahrhunderten ist namentlich die Natur, dieses Zeughaus der furchtbarsten Mächte und Plagen , mit geringen Ausnahmen stumm und zahm gewesen, hat sich Alles gefallen lassen von den Menschen, daß diese sich nun allmächtige Helden dünken; sie hat längst nicht mehr durch die gewaltigsten Erschütterungen und Ausbrüche Berge, Felsen, ganze Länder zerworfen und verschlungen, nicht jene furchtbare Feuer, und Donnersprache geredet, welche die alten Völker, rohe und gebildete, so mit Schrecken und Schaudern vor einer göttlichen Macht erfüllte, daß sie Alles voll Götter glaubten und anbetend sich niederwarfen. Darüber spottet jetzt ein in Flaum und Federn aufgewachsenes Geschlecht, obgleich, wenn hier in diesem Augenblick Tausende solcher Spötter beisammen säßen, und die Erde bebte plötzlich unter ihnen, und die Wände des Hauses krachten über ihnen, ihr Muth wäre wie weggeblasen, und das Herz im Leibe würde ihnen zittern. Nun die Menschen können lärmen und toben, so lange der, der im Himmel sitzt, ihrer lacht und schweigt; aber Gott wird einst nimmer schweigen; Gott, oder mit den Gottesläugnern zu reden, die Natur – sie wird ihre Donnersprache wieder reden wie noch nie, und dann wird sich’s zeigen, wer die Axt führt und die Worfschaufel in der Hand hat. Laßt nur die Völker zornig werden, wie dieß die göttliche Offenbarung längst vorausgesagt hat; aber das ist dann eben der Zeitpunkt, wo der Zorn der Völker auf den Zorn des Schöpfers der Welten stößt, (Offenb. 11, 18) und da wird die Tenne gründlich gefegt, wird sich’s zeigen, wie schrecklich es ist in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Wenn ihr daher, meine Freunde, die Schlangenwindungen menschlicher Schalkheit sehet und das Otterngezische des menschlichen Hochmuths höret, erwäget das Wort des Predigers in der Wüste, das jetzt siebenfach gilt gegen damals: „ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet!?“ Erwäget das Wort: „es kommt ein Stärkerer nach mir, der wird die Tenne fegen; in desselben Hand ist die Worfschaufel, und er wird den Waizen in seine Scheunen sammeln, und die Spreu wird Er mit ewigem Feuer verbrennen!“ Erwäget das Wort: „Thut Buße! Sehet zu, thut rechtschaffene Früchte der Buße!“ und suchet, ergreifet, behaltet den, der mit dem heiligen Geist und Feuer euch taufen kann! Amen.