Andacht 18.2.2017

1. Könige 17,1: „Und es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Bürgern Gileads, zu Ahab: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.„ (Jak.5,17; 3.Mose 26,18-20; 5.Mose 11,16 und 17.)

Viele Christen bewegt die Frage: „Wie kann man erhörlich beten?“ Elias Gebet um Aufhören des Regens gibt uns eine wichtige Antwort auf diese Frage. sein Gebet hatte wunderbare Wirrung. Es griff hinein in die Geschichte eines Volkes, und kein König konnte etwas gegen die Gewalt dieses gläubigen Gebets machen. Worin lag aber ein wichtiges Geheimnis jenes erhörlichen Gebets? Es lag darin, daß sein Gebet mit dem Willen Gottes, der im geschriebenen Worte offenbart war, übereinstimmte. Nicht aus seinem Herzen hatte Elia den Gedanken genommen, daß für das gottlose Israel eine Zeit der Dürre heilsam wäre, sondern aus dem göttlichen Gesetze. Gott hatte durch Mose vorausgesagt, daß, wenn Israel von Jahwe abfalle, der Himmel zugeschlossen werden solle, daß kein Regen komme und die Erde ihr Gewächs nicht gebe (5.Mose 11,17). Gott wollte bei fortgesetztem, anhaltendem Ungehorsam des Volkes „den Himmel wie Eisen und die Erde wie Erz machen“ (3.Mose 26,19). Nun lag zur Zeit des gottlosen Königs Ahab solch schlimmer andauernder Abfall von Gott in Israel vor. Der Beter Elia, dem der Zustand seines Volkes zu Herzen ging und der um jeden Preis die Rückkehr desselben zum Herrn ersehnte, durfte sich also auf dieses Wort stützen und es seinem Gott vorhalten. Der Glaube an die Wahrheit des göttlichen Wortes gab ihm Erlaubnis und Vollmacht, zu beten, „daß es nicht regnete„. Wenn wir erhörlich beten wollen, so laßt uns doch nicht versäumen, in dem geschriebenen Wort mit dem Willen Gottes vertraut zu werden. Laßt uns forschen, welche Verheißungen Gott für unsere Zeit und Lage gegeben hat, und mit diesen Verheißungen zum Gnadenthron gehen (Ps. 27, 8).

Christlieb