Andacht 20.2.2017

1. Könige 17,2 und 3: „Und das Wort des Herrn kam zu ihm und sprach: Gehe weg von hinnen und wende dich gegen Morgen und verbirg dich am Bach Krith, der gegen den Jordan fließt.“ (Joh.17,15)

Der Anfang von Elias Geschichte beantwortet uns nicht nur die Frage, wie wir erhörlich beten und wie wir kraftvoll zeugen, sondern auch, wie wir persönlich im Dienst des Herrn bewahrt werden können. Das erste öffentliche Auftreten eines Zeugen Gottes, der im ganzen Land bekannt wird, hat seine besonderen Gefahren für diesen selbst. Auch Elia, der ein Mensch war wie wir (Jak.5,17), war diesen Gefahren ausgesetzt. Wie hätte die Anerkennung von vielen jetzt an sein Ohr dringen können! Wie hätte man ihm sagen können: „Das war aber einmal ein saftiges Wort an Ahab! Gott sei Dank, daß der König auch einmal solchen Ton hörte. Die Worte klangen doch anders als sie Reden der Baalspriester. Welch einen Eindruck dies Wort machte!“ und dgl. mehr. Auf der anderen Seite hätte man von dem königlichen Hofe aus ihn zu beeinflussen gesucht, daß er doch eine weniger ernste Sprache reden solle. Wie manche anfangs gesegnete Zeugen Gottes sind diesen Gefahren erlegen, daß sie entweder durch die Lobreden von Menschen aus der Demut fielen oder durch den Druck von weltlichem Einfluß bestimmt wurden, der Wahrheit ihre Schärfe und Spitze wegzunehmen. Gar mancher verlor auf diese Weise seine geistlichen Simsonslocken. Wie wurde Elia vor all diesen Gefahren bewahrt? Er folgte dem göttlichen Leiten, das ihn gleich nach seinem ersten Auftreten in eine gründliche Stille an den Bach Krith rief. Dort war er nicht nur vor Ahabs Zorn, sondern auch vor jedem schädlichen Einfluß bewahrt. Auch uns ruft Gott in die Stille zu unserer Bewahrung.

Christlieb