Andacht 21.2.2017

1. Könige 17,2-7: „Und das Wort des Herrn kam zu ihm und sprach: Gehe weg von hinnen und wende dich gegen Morgen und verbirg dich am Bach Krith, der gegen den Jordan fließt; und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben geboten, daß sie dich daselbst sollen versorgen. Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn und ging weg und setzte sich am Bach Krith, der gegen den Jordan fließt, und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank vom Bach. Und es geschah nach etlicher Zeit, da der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande.“

Wir wollen uns in den Aufenthalt Ellas am Bache Krith versenken. Er kämpft hier nicht vor Volk und König gegen den Abfall einer ganzen Nation. Es gilt hier einen anderen Kampf. Ehe Elia oben auf dem Karmel vor aller Öffentlichkeit jene gewaltige Schlacht schlug, aus der sein Glaube siegreich hervorging, hat er vorher in der Stille, wo kein Mensch ihn beobachtete, Feinde im eigenen Herzen überwinden müsen. Zwei Gefahren lagen ihm dort nahe: Sorgengeist und Ungeduld. Zuerst der Sorgengeist. Er hatte nichts weniger als eine menschlich gesicherte Stellung. sein Unterhalt wurde ihm durch Raben gebracht. Der Bach, aus dem er das im Morgenland besonders wichtige Trinkwasser holte, wurde durch die Dürre täglich kleiner. Schaute Elias nur auf die immer spärlicher fließenden Wassertropfen, so konnte er in die Macht des Sorgenteufels geraten. Da galt es, von menschlichen Garantien weg auf den Herrn zu schauen. Er gibt schon zur rechten Zeit, wenn der letzte Tropfen verschwindet, einen neuen Wink zur Versorgung (Vers 7 und 8). Die zweite Gefahr war die Ungeduld. Er, der kräftige Mann, der später am Karmel Volksmassen mit seinem Wort im Zaum hielt, mußte hier Tag für Tag ohne jede Tätigkeit in Israel still liegen! Wie mochte neben dem Sorgengeist auch die Ungeduld des eigenen Herzens ihn fortzureißen suchen. Elia blieb still. Er lief nicht eigenmächtig vom Krith an den Königshof, um Ahab zu bekehren. Wenn Gott Zeit hatte, so hatte er auch Zeit, wenn Gott seine Tätigkeit nach außen jetzt nicht brauchte, so drängte er sich nicht in die Arbeit, sondern hielt Gott still. Wohl uns, wenn wir in den verborgenen Proben auch überwinden

Christlieb