Zitat 10.3.2017

Wir führen den Christennamen mit Unrecht, wenn wir Christo nicht nachfolgen. Folgen wir Jesu nicht, so sind wir seine Jünger nicht, daher auch nicht seines Heils teilhaftig, weil es in seiner Nachfolge liegt. Denn die Bekehrung ist nur die Pforte, die Nachfolge Christi aber, ein heiliges Leben, der Weg zum Himmel. Wir müssen Christo folgen und gehorsam sein um jeden Preis. „Allem absagen,“ ist die Bedingung seiner Jüngerschaft und die Liebe das Kennzeichen derselben. Es gibt keinen andern Weg zum Himmel, als den Christus gewandelt, und keine andere seligmachende Religion, als die wahre Nachfolge Christi, in der wir darum auch nur Ruhe finden können für unsere Seelen. Wenn wir Christo nicht nachfolgen, wenn wir nicht tun, wie Christus getan, dann gehen wir verloren. Ein wahrer Christ läßt darum die Nachfolge Christi seine erste und letzte Angelegenheit sein. Wir können und sollen ihm aber nicht in eigener Kraft nachfolgen, sondern in Schwachheit vor ihm wandeln, damit seine Kraft sich in uns verherrlichen könne, denn Gott bedarf nicht unserer Kraft, sondern unserer Schwäche. der wird erst der Gnade Gottes und seiner Seligkeit recht gewiß, der sich ohne Vorbehalt seiner Heilsordnung gehorsam unterwirft. Der Gewinn einer Seele, die sich ganz Gott weihet, ist unaussprechlich, weil es Seligkeit ist, den gütigen Willen des allsehenden Gottes in allem zu erfüllen. Christum lieb haben ist etwas unaussprechlich Seliges (Baxter). Wenn eine begnadigte Seele den Heiland und seinen Geist in ihrem Herzen frei wirken läßt und ihm durch Leichtsinn oder Zerstreuung kein Hindernis legt, erfährt sie wunderbare Gnaden und himmlische Segnungen. Liebst du Christum? Denke daran, wie es dir über etliche Monate oder Tage sein wird, wenn du das wüßtest! Was du solchenfalls tätest, das tue auch jetzt.

Bengel