Andacht 30.3.2017

Herr, bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Uebelthäter. (Ps. 141, 9) Vor der Hand der Gottlosen. (Ps. 140, 5) Vor den Stolzen. (Ps. 19, 14) Du, Herr, wollest sie bewahren! (Ps 12, 8) – ob sie wider dich streiten, sollen sie dich doch nicht überwinden, denn ich bin bei dir, daß ich dich erhalte und herausreiße, spricht der Herr. Ich will dich herausreißen aus der Hand der Bösen. (Jerem. 15, 20.)

Es mag die Sünde, oder das Fleisch, oder die Welt – oder der Satan, oder alle diese Uebelthäter, Gottlosen und Stolzen dich anfechten, dir Stricke und Fallen legen, so kannst du, wenn du nur willst, dennoch bewahret bleiben, kannst herausgerissen und gerettet werden durch die Hand des Herrn. Aber du mußt auch in dieser Hand sein, und nicht mit deiner eignen Faust gegen diese gottlosen Feinde kämpfen. Du mußt dein Herz in die Hand nehmen, und es zu dem Heiland tragen, es in seine Hand legen, und darin liegen lassen, alle Tage, alle Stunden nachsehen (je öfter, je besser), ob es noch darinnen liege. Ist dein Herz, bist du in seiner Hand, fest und beständig; trägst du dein Herz immer wieder zu ihm und in seine Hand, so stehst du fest gegen alle Anläufe deiner Feinde, unüberwindlich in allen Versuchungen; und selbst der ärgste Feind, der Satan, kann deiner Seele nicht schaden, weil sie in der Hand des Herrn ist. Darum entziehe dich nur ihm nicht, reiß dich von Allem, nur von seiner Hand nicht los. Außer ihr bist du ein Spielball der Welt, des Teufels und des Fleisches, und kommst leicht wieder in alle alte Sachen hinein, die du längst verabscheuet hast; wirst von dem Feinde, den du längst besiegt zu haben glaubst, wieder überwunden, und ein Sklave deiner vorigen Sünden. In der Hand des Herrn aber bist du unantastbar. Sie hält dich auch eine verborgene, wunderbare Weise, auch wenn du zu unterliegen scheinst. Und wärest du schon in den Klauen des Satans, kannst Du die Hand des Herrn ergreifen, so reißt sie dich heraus und erlöset dich von aller Gewalt der Feinde und Sünden.

*Gossner*