Andacht 16.4.2017

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der da ist, der da war, und der da kommt, der Allmächtige.
Offenb. 1, 8.

Ist Jesus A und O, Anfang und Ende, so laß ihn nicht nur dein A, laß ihn auch dein O sein. Fange nicht nur mit Jesus an, ende, vollende auch mit ihm; oder, laß ihn vollenden, was er in dir angefangen hat. Viele bleiben beim A stehen, begnügen sich mit den Anfangsgründen, mit den ersten Buchstaben des Christenthums, mit den ersten Rührungen, oder gar nur mit guten Vorsätzen, mit welchen, wie die Alten sagten, die Hölle gepflastert ist. Die Fortsetzung, die ernste Uebung der Gottseligkeit unterbleibt. (1 Tim. 4, 8. 2 Tim. 3, 5.) Wie will es zum O, zum Ende kommen, wenn man beim Anfange schon sitzen bleibt. Man muß aber doch auch das A nicht überspringen, und nicht zum Ende eilen wollen, ehe man das A recht gelernet, ehe man einen guten Grund gelegt und einen rechten Anfang in und mit Christo gemacht hat. (1 Cor. 3, 11.) Jesus kündigt sich nicht umsonst als A und O an. Er will Alles in dir sein. Wo er einmal A sagt, da will er auch O sagen; wo er anfängt, da will er es auch zum Siege hinaus führen. Sein A ist Pfand, daß er uns auch O sein wolle. Glaube! sei getrost, und ware es.

*Gossner*