Andacht 9.5.2017

So lange Moses seine Hände aufhob, hatte Israel die Oberhand.
2. Mose 17,11

Unsere Gedanken, Gefühle, Entschlüsse und Handlungen sind mehr, als wir es uns vorstellen, von der jenseitigen Welt beeinflusst. Stets stehen wir unter scharf er Auf sieht, und unsere Seele öffnet sich, je nach dem, was uns bewegt, dem Himmel oder der Hölle. Der treue Beter atmet Balsamdüfte ein aus dem Heiligtum, der leichtfertige, zerstreute Mensch aber wird vom Gifthauche der uns umgebenden finsteren Geister durchdrungen. Durch ernstliches Gebet zerstören wir die Befestigungen Satans, die Sündenburgen um uns her. Treue Beter sind beharrliche Sieger. Es wird durch sie manches anders in der Welt. Solange Gläubige immer nur mit sich selber zu tun haben, solange sie immer wieder am Versinken sind, solange können die Sünder über sie lachen. Wenn sie aber einmal die Last Christi tragen können, wenn sie mit ihrem Geiste ins Heiligtum hineinragen, wenn sie ernstlich den Satanismus in der Welt bekämpfen, so muss mancher Sünder erzittern und muss es spüren, dass er ein Gebundener des Teufels ist. Bete immer zielbewusst, so vermagst du etwas auf Erden; die Finsternis um dich her muss weichen. Durch das anhaltende Gebet dürfen wir es erfahren, dass sich über der Gegend, wo wir wohnen, die Himmel öffnen und eine Bewegung von oben vieler Herzen erfasst. Treue Beter werden klar und stark im Geiste, eine himmlische Weihe und eine göttliche Salbung heiligt ihre Person, der Herr kann durch sie in die Körperwelt hineinleuchten, Kraft geht von ihnen aus, weil sie in der Gegenwart Gottes wandeln. Wo sich betende Seelen finden, da ist eine lebendige Verbindung mit Gott.