Andacht 10.5.2017

Wie lange verachtet mich dieses Volk?
4. Mose 14,11

Israel sah Gottes Werke und große Wundermacht. Der Herr hatte sich geoffenbart, sie hörten Seine Stimme, ja sie wurden von der Liebe und Macht und Gegenwart Gottes überzeugt; – sie wollten aber den Herrn nicht. Warum verachtete Israel Ihn? Nicht, weil Er ihnen ein verborgener, unbekannter Gott war, sondern weil sie nichts mit Ihm zu tun haben wollten. Seine Gegenwart war ihnen lästig, Seine Gemeinschaft unerträglich, Sein Wort war ihnen zuwider! Ungläubiger Mensch, du bist entdeckt, enthüllt! Du gibst vor, du könntest nicht glauben; es ist aber erwiesen: du willst nicht glauben, du willst dich fernhalten von Gott. Etliche sagen, ihr kluger Kopf, ihr gereifter Verstand, ihr großes Wissen hindere sie am Glauben. In Wahrheit aber ist es der harte Kopf, der Unverstand, ja die Liebe zur Sünde, was sie fernhält vom Herrn. Prüfe dein Herz, erforsche deine Wege, sei lauter und aufrichtig, so wirst du bald entdecken, dass dein „Ich kann nicht glauben!“ leider ein „Ich will nicht glauben“ ist. Lasset uns Buße tun über unseren Unglauben, wir können ihn nicht entschuldigen, er ist ein hässlicher Schandfleck, ein großes Unrecht, ein leichtfertiger Frevel. Warum lassest du dir Gott verdächtigen? Warum bist du misstrauisch gegen Ihn? Warum willst du vom Herrn geschieden sein? Der Verlust der göttlichen Freiheit, eines eigenen, guten, sicheren Erbes hat Israel nicht gehindert, auszurufen: Auf, lasset uns einen Hauptmann aufwerfen und wieder nach Ägypten ziehen! Die Abneigung gegen den heiligen Gott war stärker als der Verstand.