Andacht 13.5.2017

Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen.
Obadja 3

Die aus Gott geboren sind, überwinden den Hochmut, den Trotz, den Unglauben der Welt. Der Hochmut ist ein eitler Wahn, etwas zu sein, da wir doch alle in Wahrheit nichts sind. Trotz und Verzagtheit liegen dem Hochmut sehr nahe, je nach den Umständen ist ein und dasselbe Herz entweder sehr hochfahrend oder äußerst niedergebeugt, sich und alles wegwerfend. Der Unglaube ist eine Art Unbeugsamkeit, ein gesteigerter Hochmut. Der Unglaube stößt die Gnade von sich, weil er mit Gott nichts zu tun haben will, er möchte dem Heiligen, dem Gerechten, dem Wahrhaften nicht so nahe treten, er will nicht in Gottes enger Gemeinschaft stehen. Abneigung gegen Gott und Sein Wesen, geheimer oder ausgesprochener Hass gegen das Heilige, Reine, Lichte – ist Unglauben. Der Mensch will das nicht, wofür er doch erschaffen, bestimmt und veranlagt ist;

das wahrhaft Gute, Schöne, Vollkommene stößt er so oft von sich. Viel Unglaube, Hochmut und Trotz findet sich auch bei gar manchen ,,Frommen„, die sich nicht tiefer hineinziehen lassen in das Leben des Herrn. Dieses Stück Welt kann und will der überwinden, der aus Gott geboren ist. Diese Leute werden gewiss den Sieg behalten. Immer mehr wachsen sie in die Art und in das Wesen des Herrn. Ein Wohlgefallen haben sie an Ihm: das ist Glaube. Sie wollen im Lichte stehen und im Lichte wandeln, sie wollen rein und heilig sein und es in allen Dingen jetzt und immerdar mit Gott halten. Daran erkennen wir, dass sie aus Gott geboren sind und im Glauben stehen. O seliger Stand der Jünger Jesu! Stehst du so? oder betrügst du dich selbst?