Andacht 19.5.2017

So lasst uns nun hinzutreten mit freudiger Zuversicht.
Hebr. 4,6

Wenn wir Gelegenheit haben, lautere Jünger Christi kennenzulernen, wenn wir in ihr Gebetsleben einen Einblick gewinnen, so gelangen wir zu der Erkenntnis, dass solche Beter um so freudiger werden, je anhaltender sie beten. Inbrunst und Kraft des Geistes nehmen zu, indem wir kindlich beten. Unterbrechungen hemmen den Geistesstrom. Je weniger einer betet, desto mehr nimmt der Zug und Trieb zum Gebet ab, endlich sinkt es zur bloßen Form herab. Bete, bete immer wieder, rede herzlich mit deinem Gott, so wird Beten deine Freude und Wonne werden. Die Offenbarung Gottes in uns während des Betens bringt es mit sich, dass die Freudigkeit nicht ab- sondern zunimmt. Weil wir damit die Gemeinschaft mit Gott pflegen, erfahren wir Seine erwärmende, freudig machende Liebe. Der Umgang mit dem liebsten Freunde, mit Jesus Christus, wird zur unentbehrlichen Seligkeit. Die Nähe Jesu macht das Herz immer weiter, daraus fließt immer neue Gebetsfreudigkeit. Ewige Anbetung Gottes ist der höchste Genuss. Je mehr wir darüber nachdenken, was alles verhindert wird durch das Gebet ohne Unterlass, desto stärker wird das Verlangen nach diesem Seelenzustand. Die Sünde kann nie eine Macht werden, wo ohne Unterlass gebetet wird. Und wenn Menschen wider einen solchen Beter aufstehen, so können sie ihn nicht überwinden; sie müssen mit all ihrer List zuschanden werden, weil ihn eine feurige Mauer umgibt. Auch kann Satan mit seinen Lockungen und Versuchungen nicht aufkommen. Gott ist mit dem Beter, wer will wider ihn etwas ausrichten?