Andacht 1.8.2017

Off. 1, 18: „Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig

Das kann im vollen Sinn beider Aussagen niemand so von sich sagen als Jesus! Was haben wir seither von diesen Heilstatsachen für unsern Glauben und Leben schon gehabt und genossen! Da mutet es uns wunderlich an, wenn es mitten in der Christenheit Leute gibt, die kein Ostern, keinen auferstandenen Heiland, keine Lebensbezeugung aus der Höhe erkennen. Vielleicht fehlt ihnen die Gleichung: sie selbst sind noch von ihrem Tod – d. h. ihrer Sündenverhaftung, gar nicht überzeugt, darum sind sie auch noch nicht lebendig! Sie brauchten keinen toten Heiland am Kreuz um ihrer Schuld willen – dann bekommen sie auch keinen lebendigen Heiland für ihr Leben! Der Weg zum lebendigen Osterjubel geht durch die Totenklage des Karfreitags. Neues Leben wächst nur aus dem Gericht über die Sünde am Kreuz. Nun glauben wir aber an Jesu Tod und die Vergebung unserer Sünden; dann muß auch der Osterglaube in uns spürbare Wirkungen erzielen: mit Jesus lebendig geworden für Gott! – Und wenn es leiblich nochmals so kommt, daß wir sterben müssen, dann bleibt’s doch bei der Gleichung mit Jesus, daß wir nachher im neuen Licht der Ewigkeit ihm das jauchzend nachsprechen können: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig! Herr Jesus, du lebst und willst uns auch in dein Leben hineinziehen! Erbarme dich unserer Trägheit und Torheit, wenn es gilt, zu glauben und zu leben mit dir. Amen.