Andacht 10.8.2017

O, wie selig ist’s, wenn unser Wille
Ganz zerknickt am Kreuze liegt,
Wenn das stolze Herz fein kindlich stille
Fest an Jesu Herz sich schmiegt.
Wenn es allen Erdentrost verloren,
Sich nur dieses eine Lied erkoren:
Führ‘ mich, Herr, durch Kreuz und Leid,
Führ‘ mich nur zur Herrlichkeit!

Doch das kostet tausend bittre Tränen
Bis das Herz in Gott gestillt;
Bis all unser Wünschen, Hoffen, Sehnen
Ganz von Jesu Geist erfüllt;
Bis man seinen Isaak zum Altare,
Seine Rahel stille führt zur Bahre;
Jammernd und wehklagend nur
Stirbt die irdische Natur.

Und doch ist’s so selig, wenn der Wille
Nichts mehr willl als seinen Herrn,
Wenn das stolze Herz ganz kindlich stille
Harret auf den Morgenstern.
Dann steht fest auch in den Trübsalswogen
Deines treuen Gottes Siegesbogen.
Er spricht: Kind, magst stille sein,
Ich will ewig bei dir sein!