Andacht 25.8.2017

Apostelgeschichte 16,29-31: „Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und fiel Paulus und Silas zu den Füßen und führte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soll ich tun, daß ich selig werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig.“
Römer 1,16.17: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: Der Gerechte wird seines Glaubens leben.“

Köstlich und wichtig ist die Frage des Kerkermeisters: „Was soll ich tun, daß ich selig werde?“ Aber doch läßt diese Frage einen gewissen Irrtum erkennen, der Tausende von Suchenden Seelen oft lange Zeit gefangenhält. Seine Frage klingt so, als ob durch sein Tun die Seligkeit erlangt werden könne. Das ist die unrichtige Weise, die Seligkeit zu bekommen. Luther und unzählige andere haben sich damit vergeblich bemüht. Die rechte Art lautet: „Glaube an den Herrn Jesum Christum!“ Nicht, als ob menschliches Tun verächtlich hinweggetan werden sollte, es wird nur auf das richtige Fundament gestellt.

Wo kein Glaube an Christum ist, da bringt uns alles Tun keine Rettung. Erst als der Kerkermeister Jesum im Glauben annahm, konnte er von selbst das Richtige tun. Da wusch er die Striemen ab, bekannte sich durch Annahme der heiligen Taufe frei und offen zu dem Glauben an Christus und speiste die Apostel.

Diesen richtigen Weg zu zeigen, war Pauli Lebensaufgabe. Seit er selbst einmal zu Damaskus ähnlich wie der Kerkermeister am Boden gelegen und nach diesem Weg gefragt und ihn gefunden hatte, wurde er nicht müde, ihn andern zu weisen.