Predigt gehalten am 16. Sonntag nach Trinitatis – Erntedank

Heerbrand, Jacob – Eine Ärnte- und Herbstpredigt zur Danksagung für die reiche Ärnte und Herbst dieses gegenwärtigen Jahrs, gehalten zu Tübingen den 9. Tag des Wintermonats Anno 1578.

Jacob Heerbrand

(Achtzehn christl. Predigten. Tübingen 1586. 4. S. 345.)

Text: 5. Mos. 26,1-11.

Auslegung.

Es ist, Geliebte im Herrn Christo, eine feine, gottselige und nützliche Zucht bei uns, da christliche Ältern ihre Kinder anführen und gewöhnen, dass sie vor und nach dem Essen das Benedicite und Gratias sprechen.

Es sollen aber Solches nicht allein die Kinder thun, sondern die Alten sollen auch mit beten und sich dessen nicht schämen, damit sie sich erinnern, woher die Nahrung, Essen und Trinken, auch was man zur Aufenthaltung dieses zeitlichen Lebens bedarf, komme, nämlich, dass es nicht ohngefährlich daher komme, oder allein mit unserer Arbeit errungen und gewonnen werde, sondern, dass solches Alles von Gott dem Herrn gegeben werde, wie uns die heilige Schrift Solches lehret.

Denn also singt der heilige Prophet und König David (Ps. 112): Es ist vergeblich, dass ihr früh aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brodt mit Sorgen; denn seinen Freunden giebt er’s schlafend. Und St. Paulus (1. Cor. 3): Es ist weder, der da pflanzt, noch der da begeusst, Etwas, sondern Gott, der das Gedeihen giebt.

Also ist nun auch unser lieber Gott mit seinem auserwählten Volk Israel als mit seinen Kindern umgegangen und hat sie auch gelehrt erkennen, dass sie die Nahrung und alles Gute von ihm empfangen.

Derhalben auch neben andern Ursachen um dieser willen die hohen Feste eingesetzt, da sie Alle mit einander, sonderlich was männlich war, jährlich drei Mal auf dieselbigen zu ihrer allgemeinen Pfarrkirche sollten und mussten kommen und fürnehmlich auf das Pfingstfest vor der Ärnte, wenn die Früchte anfingen reif oder zeitig zu werden, und dann nach eingesammeltem Herbst im Weinmonat vor ihm erscheinen und für die empfangenen Früchte desselbigen Jahrs ihr Lob und Dank sagen, wie wir in diesem verlesenen Text angehört haben.

Dieweil denn nun der gnädige, gütige und barmherzige, allmächtige, ewige Gott uns aus sonderer Gnade dieses Jahr, welches doch ein böses Ansehn gehabt, und viel gräulich davon geweissagt, wietuns auch er selber durch den erschrecklichen Cometen, so eben detz vor einem Jahre erschienen, gedräuet, so mildiglich gesegnet und eine so reiche Ärnte und Herbst gegeben und im Frieden mit Glück hat lassen einbringen, sollen wir billig Solches mit herzlicher und schuldiger Dankbarkeit erkennen.

Damit wir nun hiezu erwecket und aufgemuntert werden, wollen wir dies Mal eine Ärnte- und Herbstpredigt thun und aus Anleitung dieses verlesenen Textes erstlich erzählen die höchsten und vornehmsten Gutthaten, so Gott der Herr seinem Volke Israel erzeiget und bewieset hat; zum Andern, was er wiederum und hergegen von ihnen erfordere, wie sie sich gegen ihn sollen verhalten; zum Dritten, was wir daraus sollen lernen, und wie auch wir uns gegen Gott den Herrn von wegen dieses Jahres reicher Ärnte und Herbst sollen erzeigen. Der Herr verleihe uns seine Gnade dazu!

Von dem Ersten.

Es sind aber nicht schlechte, noch geringe Gutthaten, die Gott dem Volke Israel hat bewiesen, sondern die höchste und grösste, dass er erstlich ihren Erzvater Abraham, da er noch ein Abgötter war, aus Gnaden erwählet, berufen, sich und seinen Willen ihnen offenbart und verheissen, dass er sein und seines Samens oder Nachkommen gnädiger Gott wolle sein, und von seinem Samen lassen geboren werden den Heiland der ganzen Welt, dazu auch das gelobte Land Canaan, darinnen er ein Fremdling war, zu besitzen eigenthümlich eingegeben, und darüber mit ihm einen Bund gemacht, auch selbigen mit einem Eidschwur bestätigt, wie wir auch hie im verlesenen Text angehört.

Das ist nun die fürnehmste Gnade, dergleichen er keinem Volke nie gethan, welches auch der königliche Prophet David (Ps. 147) über die Maassen rühmet und spricht: Der Herr zeigt Jacob sein Wort, Israel seine Sitten und Recht; wie auch St. Paulus zustimmt und spricht (Apostg. 14), dass Gott in vergangenen Zeiten habe lassen alle Heiden wandeln ihre eigenen Wege. Das sind aber lauter Irrwege gewesen, in Blindheit und in mancherlei Abgötterei, da das Volk Israel einen richtigen Weg zu dem ewigen Leben hat gehabt und gelernt aus Gottes Wort, welches ihnen ist gewesen eine Lucerne und Licht ihrer Füsse, welchem sie in der Finsterniss dieser Welt haben können nachgehen und folgen auf sicherer Strasse in das ewige Leben.

Darnach so rühmet der heilige Geist durch den Propheten Mosen für das Andere noch eine Gnade, die Gott der Herr dieses Volks Erzvater Jacob, von dem die zwölf Stämme Israel herkommen, erzeiget habe, dass ihn die Syrer haben wollen umbringen, wie sie ihm nachfolget. Aber unser Herr Gott hat ihm wunderbarlich davon geholfen, da er dem Laban im Schlaf verbot, er solle Jacob nicht ein böses Wörtlein geben, sondern Nichts, denn Gutes und freundlich mit ihm reden (1. Mos. 31).

Er hat ihn aber nicht allein dazumal gnädiglich behütet und ausgeholfen, sondern auch, als er mit seinem Gesinde in grosse Hungersnoth gerieth, hat er ihn in Ägyptenland gebracht und durch Joseph erhalten und mit allen den Seinen zu Hungerszeigen ernähret, dergleichen auch seinen Samen wunderbarlich daselbst wider die Verfolgung und Tyrannei Pharaonis und der Ägypter, da sie dieselbigen unterzudrücken mit aller Gewalt sich unterstanden und sie hart geplaget und übel tractiret oder gehandelt haben, wie in dem Text verlesen worden, gemehret.

Da sie nun unter der Arbeit, Angst und Noth seufzten und zu dem Herrn schrieen, sah er ihr Elend, Angst und Noth und führte sie gewaltiglich mit grossen Wunderwerken und Zeichen, die er um ihretwillen in Ägypten thät, aus dem Diensthause und Tyrannei Pharaonis, und hat sie gebracht in das Land Canaan, welches er ihren Vätern mit einem Eidschwur verheissen hatte, stiess vor ihnen die Heiden aus und setzte sie darein, nicht um ihrer Frömmigkeit willen, denn sie haben ihn stetig erzürnt in der Wüste, sondern weil er’s verheissen hat, gab er ihnen dieses gute Land ein, welches floss von Milch und Honig, das ist, es war eine rechte Schmalzgrube, ein reich, fruchtbar und gutes Land, daher es auch nicht unbillig das gelobte Land genannt wird.

Da haben sie auch guten Frieden gehabt, dass ein Jeder, wie die Schrift davon redet, unter seinem Feigenbaum und Weinstock gesessen und das Gute des Landes gegessen und also Gott und genug gehabt. Ist aber das nicht ein glückselig Volk gewesen, dem Nichts überall, weder an Seele, Leib, noch Gut gemangelt hat, sondern in allem diesen vollauf gehabt, und hat ihnen unser Herr Gott den Vollen eingeschenkt?

Von dem Andern.

Was erfordert nun dieser gnädige Gott und Vater von einem Volk? Wie sollen sie sich hergegen wiederum erzeigen? Sie sollen ihm das Gratias dafür sprechen, das ist, ihm Lob und Dank sagen öffentlich in der Gemeine. Darum er auch das Pfingstfest hat eingesetzt und verordnet, dass sie darauf sollten zusammenkommen und da von Herzen ihm für die Gaben, so er ihnen erzeigte, Dank sagen; wie denn der heilige Geist durch Mosen eine sonderliche Form und Weise ihnen hie fürschreibt, davon sie sich in der Kirche vor Gott dem Herrn sollten gebrauchen, darinnen ihm die Ehre geben, dass er ein wahrhaftiger Gott sei, der treulich alles Dasjenige halte, was er zusagt und verspricht, wie er denn auch die Verheissung des Landes Canaan, Abraham, Isaak und Jacob geschehen, gewaltiglich und wunderbarlich gehalten, da er vor ihnen her die gewaltigen, starken und mächtigen Völker, so in den festen Städten wohnten, vertrieben und sie hinein geführet hat, welches sie selber, die Kinder Israel, als sie im Anzug waren und das Land erkundigt hatten, ein unmöglich Ding gedäucht, darum sie auch weinten und wollten nicht hinaufziehen, noch das Land auf Gottes Befehl einnehmen. Noch dennoch ist’s geschehen.

Darum sollten sie Solches öffentlich vor dem Herrn bekennen und sagen vor dem Priester: Ich bekenne heute dem Herrn, deinem Gott, dass ich kommen bin in das Land, dass der Herr unsern Vätern geschworen hat, uns zu geben.

Es will sich aber Gott der Herr nicht mit blossen Worten allerdings also bezahlen und abfertigen lassen, sondern er erfordert auch das Werk, damit man sich gegen ihn dankbar erweise. Darum, so gebeut er, dass sie nicht mit leeren Händen zu und vor ihn kommen, sondern sollen allerlei erste Frucht des Landes, die aus der Erde kommt, die ihnen der Herr, ihr Gott, gegeben, ehe und denn die Ärnte recht angehe, wie bei uns das rübe Korn und die Küffen oder Sangen sind, in einen Korb legen und mit sich bringen zu der Stiftshütte oder Kirche, die solle der Priester, so zur Zeit sein würde, vor den Altar des Herrn niedersetzen.

Warum Das? Damit anzuzeigen, dass dies Land von Gott zum Lehen empfangen, der auch durch seinen mildreichen Segen ihnen diese Früchte bescheeret hätte, gleich wie sonst die Bauern, so Lehne haben, die müssen jährlich eine bestimmte Anzahl Lehenfrüchte ihren Lehenherren bringen und bezahlen, damit sie erkennen und bekennen, dass die Höfe nicht ihnen eigenthümlich seien, sondern haben’s und tragen’s zum Lehen in recognitionem Domini.

Also sollen sie, die Kinder Israel, sich auch dankbar gegen Gott, ihren Lehenherrn, der ihnen dies Land zu besitzen und zu niessen eingegeben hat, auch die lieben Früchte des Feldes und der Erde so gnädiglich bescheeret, nicht allein mit blossen Worten, sondern auch mit dem Werk und Thaten beweisen. Das ist nun, das auch hier gesagt wird: Und sollst sie (die Früchte) lassen vor dem Herrn, deinem Gott, und anbeten vor dem Herrn, deinem Gott.

Was will er aber damit, dass er hinzusetzt: Und fröhlich sein über allem Gut, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist? Es redet hie Gott der Herr wie droben in diesem fünften Buch am 12., 14., 16. zu sehen, von dem Wohlleben, Mahlzeiten, Gastungen, Essen und Trinken, die sie hatten und hielten, wann sie an ihren Festen zu der Stiftshütte kamen, Das hiess vor dem Herrn kommen; denn da wohnet Gott (Jes. 31), da hat er seine Rauch- und Feuerstatt, da hielt er Haus, also zu reden, da sollte man ihn finden, da ihm opfern, anrufen und dienen, sonst nirgend, wie er auch hie sagt, dass sein Name daselbst wohne. Da sollten sie nun essen und fröhlich sein vor dem Herrn, sie, die Alten, ihre Söhne und Töchter, Hausgesinde, ihre Leute, auch die Fremdlinge, Wittwen und Waisen, so unter ihnen wohnten, die sollten’s auch geniessen. Und mochte ihnen unser lieber Herr und Gott die Freude, Essen und Trinken, Wohlleben u.s.w. wohl gönnen, doch dass es mit rechter Bescheidenheit und in der Furcht Gottes geschehe, den sollten sie stets vor Augen haben, auf ihn sehen und wissen, dass er dabei wäre und zusehe, derhalben sich nicht voll, sondern wohl halten.

Von dem Dritten.

Sagt aber Jemand: Was geht uns Das an? Wir sind nicht Juden, so haben wir keinen solchen Ort, da man allein hingehen müsse; so bringt man auch unserm Herrn Gott nicht mehr also die Erstlinge der Früchte, wie in der alten Ehe und im Gesetz Mosis geschrieben stehet? Antwort: Es sagt St. Paulus (Röm. 15), dass Alles, was geschrieben sei, Das sei zur Lehre aufgeschrieben; also sollen wir nun auch wissen, dass, obwohl wir die Ceremonien und Kirchengebräuche des Gesetzes Mosis, wie das Volk Israel, nicht mehr zu halten schuldig (denn solches Alles aufgehoben und ein Ende genommen): so sehen und wissen wir gleichwohl, sollen’s auch hieraus lernen, dass Gott der Herr von uns Allen und Jeden zu solcher Zeit Dankbarkeit erfordert von wegen grosser und vielfältiger Gutthaten, die er uns so väterlich erzeiget und beweiset, dass wir sie erkennen, rühmen und preisen. Denn er uns nicht weniger, noch geringere Wohlthaten so gnädiglich mittheilet, als vor Zeiten seinem Volke Israel, ja eben dieselbigen, aber viel reichlicher.

Anfangs, so hat er uns gnädiglich heimgesucht und nach langwieriger, dicker, gräulicher Finsterniss, Blindheit, erschrecklichen Irrthümern und vielfältiger Abgötterei des Papstthums mit dem hellen Lichte seines heiligen, seligmachenden Wortes uns erleuchtet, lässt uns dasselbige rein und lauter predigen, welches nach der Menschwerdung und Erlösung unseres einigen Heilands und Seligmachers Jesu Christi die höchste und grösste Gnade Gottes ist, und lässt uns solches in Frieden gepredigt werden. Was das für ein edel Kleinod sei, verstehen leider wenig Leute unter den Unsern. Die verstehen es aber, so es gerne hörten, seufzen danach und können’s nicht ohne Gefahr Leibes und Lebens, Hab’ und ihrer Güter hören, laufen etwa einer Predigt viel Meilen Wegs nach, bis sie dahin kommen.

Zu Dem, so hat uns auch Gott der Herr ein gutes Land gegeben, welches, wiewohl es nicht so gross, doch unter den besten in Deutschland eins ist, da uns wächst Wein und Korn sammt Anderem, was zur Nahrung und Aufenthaltung dieses zeitlichen Lebens von Nöthen. Und nachdem er uns in verschiedenen Jahren von wegen unserer Sünden mit wohlverdienter, gräulicher, schwerer und langwieriger Theuerung hat heimgesucht und wir von Herzen zu ihm geseufzt und geschrieen, hat er, wie Moses sagt, unsere Angst und Noth gesehen, uns gnädiglich erhöret und mit väterlichen Augen seiner Barmherzigkeit wieder angesehen, in Zorn und Strafe seiner Gnade und Güte wiederum gedacht und über schier aller Menschen Hoffen und Gedenken mit einer gar reichen Ärnte gesegnet. Denn das war dazumal die gemeine Sage und Rede: Es kann nicht mehr wohlfeil werden, es komme denn eine starke Pestilenz, die den halben Theil der Welt hinwegnehme; der Leute sind gar zu viele, man wird einander fressen; es erlebt’s kein Mensch mehr, dass es wieder wohlfeil werde u.s.w.

Nun haben wir es erlebt, dass es von einer einzigen Ärnte wohlfeil worden ist und alle Kasten gefüllet; sonderlich aber dieses Jahr hat uns Gott der Herr so gar reichlich in der verschienen Ärnte mit Früchten und in diesem Herbst mit Wein darmassen gesegnet, dass man nicht weiss, wo man die Früchte hinschütten solle, noch auch den Wein allen in die Kehr oder Keller, welche fast alle voll, unterbringe, und sind nicht Fässer genug, wiewohl man die alten, verlegenen alle hervorgesucht hat, damit man allen möge fassen, sondern an etlichen Orten hie in grosse Bütten müssen stellen, wie es denn auch an anderen mehr Orten eben diese Gestalt hat. Welches von mir keiner andern Ursach halben erzählt wird, denn allein dem gnädigen, gütigen und barmherzigen Gott und Vater, dessen Werk man nicht soll verhalten, noch verschweigen, zum Ruhm, Lob, Ehre und Preis.

Wie sollen wir uns denn hiegegen wiederum verhalten? Wir sollen auch unserm herrn Gott öffentlich in der Kirche oder Gemeine und daheim in unsern Häusern mit unsern Kindern fleissig Deo gratias, das ist, Lob und Dank sagen und Das thun mit Worten und mit Werken. Mit Worten nicht allein jetzt, dieweil die Gutthat noch frisch und neu ist, wie man denn doch allenthalben hört, dass die Leute gemeiniglich sagen: Gott sei Lob und Dank, dass er uns so einen guten und reichen Herbst gegeben hat; sondern auch das ganze Jahr, ja, alle Tage unseres Lebens, so oft wir einen Trunk Weins thun, oder einen Bissen Brodt einschieben, dass wir Gott dem Vater im Himmel dafür Lob und Dank sagen; dazu uns denn der Herr in seinem heiligen Worte allenthalben vermahnet, dass wir in Allem und für Alles Dank sagen Gott und dem Vater durch Christum. Welches auch billig von uns geschieht, sintemal Alles, was er uns Gutes thut und giebt, aus lauter Gnaden geschieht ohne unser Verdienst; denn wenn er uns mehr nichts Gutes thun oder geben sollte, denn wir um ihn verdienen oder werth sind, so sollte er uns weder Laub noch Gras wachsen lassen, wie er uns denn auch Nichts schuldig ist; aber er lässt seine Sonne aufgehen über Gute und Böse und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte (Matth. 5).

Zu solcher Danksagung uns auch Dies soll reizen, dass Gott der Herr ihm Solches gnädiglich lässt wohlgefallen und hält es aus Gnaden für einen sondern, hohen und ihm angenehmen Gottesdienst, wie er im Psalm (Ps. 50) sagt: Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde und rufe mich an in der Noth, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen. Und abermals (Ps. 69): Ich will den Namen Gottes loben und will ihn hoch ehren mit Dank, Das wird dem Herrn bass gefallen, denn ein Farr, der Hörner und Klauen hat.

Also haben Gott für alle seine geistlichen und leiblichen Gaben gedankt seine Heiligen im alten und neuen Testament, sonderlich aber der heilige und königliche Prophet David; so oft ihm Gott der Herr aus einer sondern Noth geholfen, oder sonst eine sondere Gnade erzeigt, ist er mit seiner Harfe und Saitenspiel kommen und unserm Herrn Gott einen Dankpsalm gemacht und gespielt, auch für andere seine Werke und Gutthaten, so er in’sgemein seinem Volk bewiesen, mit Psalmen gedankt, wie durchaus im Psalter zu sehen, sonderlich aber vom hundert und dritten an in folgenden etlichen Psalmen: Lobe, spricht er (Ps. 103), den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! und wiederholt es: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht alles Guten, was er an mir gethan hat, der dir alle deine Sünde vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht, und du wieder jung wirst wie ein Adler. Und am Ende des Psalms: Lobet den Herrn, ihr seine Helden, ihr starken Engel, die ihr seinen Befehl ausrichtet, dass man höre die Stimme seines Wortes. Lobet den Herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft. Lobe den Herrn, meine Seele. Dieses Schlages sind auch die folgenden fünf Psalmen nach einander, wie in dem 108. spricht David: Gott, es ist mein rechter Ernst, ich will singen und dichten, meine Ehre auch. Wohlauf, Psalm und Harfe, ich will frühe auf sein. Ich will dir danken, Herr, unter den Völkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten. Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Im 111. Psalter singt er abermals: Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen im Rathe der Frommen und in der Gemeine. Gross sind die Werke des Herrn; wer ihrer achtet, hat eitle Lust daran. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich.

Und wer wollte alle die schönen, herrlichen Lob- und Dankpsalmen David’s erzählen, deren der Psalter voll ist? Diese habe ich kürzlich angezogen, damit unsere Herzen auch entzündet werden zu ernstlicher und ämsiger Danksagung für alle Gaben und Wohlthaten Gottes, wie andere mehr Dankpsalmen für die Speise und Nahrung, die man zum Benedicite und Gratias pflegt zu sprechen.

Dergleichen ist zu sehen in den heiligen Evangelisten von dem Herrn Christo selber, wie er so herzlich vor dem Essen alle Mal, wenn er das Brodt in seine Hände nimmt, mit aufgehobenen Augen gen Himmel Gott, seinem himmlischen Vater, dankt.

Warum sollten denn wir armen Würmlein nicht vielmehr dem Exempel des Herrn Christi nach Gott dem himmlischen Vater durch Christum Dank sagen für seine Gaben, die er uns so reichlich dieses Jahr an Früchten und Wein dargereicht und gegeben hat? Ja freilich soll sein Lob stetig in unserm Munde sein, und wir sollen ihm von ganzem Herzen Dank sagen in der Gemeine und daheim im Hause, auch unsere Kinder dahin anweisen und vermahnen, dass sie es nimmermehr aus der Acht lassen und stetig Gott loben und Dank sagen, dass sie jetzt genug zu essen haben und ein gut Stück Brodt dürfen schneiden, da man zuvor dünne Schnittlein herabschneiden und ihnen auscirkeln müssen, damit es lange währe, und ihnen der bittere Hunger aus den Augen herausgesehen.

Es soll aber auch nicht bei den Worten bleiben, denn damit allein ist es nicht ausgerichtet; sondern es erfordert Gott der Herr von uns, dass wir ihn auch mit Werken und der That Lob und Dank für seine Gaben sagen.

Wie geschieht nun Solches, dass wir Gott mit der That und Wahrheit für die empfangenen Gaben danksagen? Also, wenn wir dieselbigen recht gebrauchen, wie und wozu er sie uns gegeben hat, nämlich, dass wir die lieben Früchte Gottes, sonderlich den Wein, in seiner Furcht, mit rechter Bescheidenheit und Mässigkeit, geniessen.

Es mag Gott, der himmlische Vater, wohl leiden, ja er befiehlt Solches hie, das sein Volk fröhlich sei ob allem Guten, das er ihnen gegeben hat; sollen auch mit Freuden essen und trinken, aber doch vor ihm, dass sie wissen sollen und stets gedenken, wo und an welchem Orte sie wären, wer bei ihnen und um sie wäre und zusehe, nämlich vor Gott, der dabei sein will und zusehen, was sie thun, wie sie sich halten mit Essen und Trinken, als wenn die Ältern ihre Kinder auf die Jahrestage zu Gaste laden, an St. Martinsnacht oder sonst, sehen sie gern, dass die Kinder fröhlich sind, essen und trinken, und gönnen’s ihnen von Herzen wohl, sind auch mit ihnen fröhlich; aber weil die Katze, wie man sagt, auf dem Keffet sitzt, so halten die Kinder innen, dass sie nicht ungeschickt werden, oder es mit Trinken übermachen.

Also sollen sonderlich die Zechbrüder wissen, merken und wohl behalten, die, wenn sie weidlich pocalen wollen, suchen sie ein sonder Neben oder Bubenstüble, da sie allein, von Leuten, damit Niemand soll sehen, was sie thun, oder wie sie sich zersausen, dass Etliche über die Schranken hinabfallen, Andere hinter dem Tische bleiben und nicht mehr gehen können, dass man sie heimfrohnen und führen muss, das sie vor Gott seien, welcher auch dabei und selber der Wirth sein will und zusehen, wie seine geladenen Gäste sich verhalten. Vor Dem können sie sich nicht verbergen, und wenn sie sich schon hinter neun eiserne Thüren verschlössen, sie wollen’s oder nicht, so ist Der da, wie David (Ps. 139) sagt: Herr, du erforschest und kennest mich; ich sitze oder stehe auf, so weißt Du es, du verstehest meine Gedanken von ferne; ich gehe oder liebe, so bist du um mich, und siehest alle meine Wege. Wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da. Nähme ich Flügel der Morgenröthe und bliebe am äusserste Meere, so würde doch deine Rechte mich halten. Spräche ich: Finsterniss möge mich decken, so muss die Nacht auch Licht um mich sein; denn auch Finsterniss bei dir nicht finster ist, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsterniss ist wie das Licht.

Es hat der allmächtige Gott viele Creaturen nicht allein zur Nothdurft und Nutzen dem Menschen, sondern auch zur Lust und Freude erschaffen, gleich wie auch den Wein, dass er des Menschen Herz erfreuen solle; darum auch wohl ein fröhlicher Lusttrunk geschehen mag; allein dass es bei der Lust und Freude bleibe und nicht ein Leid und Unlust daraus werde, wie man sagt: Die Herren sind fröhlich; wenn es Bauern thäten, so müssten sie voll sein. Wie denn die Leute nicht können recht fröhlich sein, sie wollen nur wild, toll und voll sein. Das ist Unrecht, Sünde und eine merkliche, grosse Plage.

Wir sollen aber hieneben auch nicht vergessen, dass Gott der Herr will und befiehlt, man solle des Leviten, des Fremdlings, Wittwen und Waisen nicht vergessen, das ist, man solle den Armen auch Handreichung thun, sie mit uns lassen essen und auch des Segens Gottes lassen geniessen, wie denn Solches viel und oft in göttlicher Schrift wiederholt wird mit angehängten schönen und herrlichen Zusagungen, dass, wer den Armen gebe, der leihe Gott auf Wucher, der wolle es reichlich vergelten und hundertfältig wiedererlegen. Das gehört auch zum rechten Gebrauch der Gaben Gottes; denn Gott giebt’s nicht allein Denen, die sie von ihren Gütern einsammeln, dass sie dieselbigen allein für sich und die Ihren gebrauchen sollen, sondern setzt sie darüber als seine Haushalter und Schaffner oder Verwalter, dass sie auch den armen Dürftigen sollen mittheilen.

Wenn wir nun obgehörter Maassen Gott dem Herrn für seine Gaben, Wein und Korn, dankten und sie also gebrauchten, wie er von uns erfordert, so würden wir ihn verursachen und reizen, dass er uns Mehr und Grösseres erzeigte; wie denn auch wir selber unter einander thun und also gesinnt sind, dass, wenn ein Mensch dankbar gesinnt ist gegen seinen Gutthäter, so ist man willig und bereit, wenn man kommt, und sagt ein Jeder: Es ist wohl angelegt, der Mensch ist dankbar; wenn er Einem durch ein Feuer laufen sollte, so thät er’s.

Aber was geschieht? Wie hält man sich gegen Gott von wegen empfangener Gutthaten, und wie dankt man ihm dafür? Wir wollen vor uns nehmen da Volk Gottes und anhören, wie dankbar es gegen Gott und seine vielfältigen, hohen Gutthaten gewesen sei.

Moses sagt’s ihnen. Zuvor in diesem Buche am 32. Capitel, macht auch ein Liedlein daraus und lässt es ihnen zur Letze, erzählt ihnen die Gutthaten, so ihnen der Herr bewiesen hat, und spricht: Denn des Herrn Theil ist sein Volk, ja, ist die Schnur seines Erbes. Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heulet, er führte ihn und gab ihm das Gesetz, er behütet ihn, wie seinen Augapfel, wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, er breitete seine Flügel aus und nahm ihn und trug sie auf seinen Flügeln, der Herr allein leitete ihn, und war kein fremder Gott mit ihm, er liess ihn hoch herfahren auf Erden und nährte ihn mit den Früchten des Feldes und liess ihn Honig saugen aus den Felsen und Öl aus den harten Steinen, Butter von den Kühen und Milch von den Schafen sammt dem Feisten von den Lämmern und feiste Widder und Böcke mit fetten Nieren, und Weizen, und tränkte ihn mit gutem Traubenblut, das ist, gutem, rothem Wein. Wie sie ihm aber dafür danken werden, weissaget er gleich darauf und spricht: Da er aber fett und satt ward, ward er geil, er ist fett und dick und stark worden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat; er hat den Fels seines Heils gering geachtet. Und zuvor singt er: Die verkehrte und böse Art fällt von ihm ab, sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder.

Dankst du also dem Herrn, deinem Gott, du toll und thöricht Volk? Ist er nicht dein Vater und dein Herr? Ist’s nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? Wie nun Moses hier im Geist gesehen und verkündigt hat, also haben sie ihm auch gedankt. Was hat aber Gott der Herr wiederum gethan und diesen Undank bezahlt? Das lesen wir hin und wieder im Buch der Richter, auch anderswo in der heiligen Schrift, sonderlich am 6. Capitel ehegemeldeten Buches, da steht also geschrieben: Und da die Kinder Israel Übles thäten vor dem Herrn, gab sie der Herr unter die Hand der Midianiter sieben Jahre. Und da der Midianiter Hand zu stark ward über Israel, machten die Kinder Israel für sich Klüfte in den Gebirgen und Höhlen und Festungen, und wenn Israel Etwas säete, so kamen die Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenland herauf über sie und lagerten sich wider sie und verderbten das Gewächs auf dem Lande bis hinan gen Gaza und liessen Nichts übrig von Nahrung in Israel, weder Schafe, noch Ochsen, noch Esel; denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Hütten, wie eine grosse Menge Heuschrecken, dass weder sie, noch ihre Kameele zu zählen waren, und fielen in’s Land, dass sie es verderbten. Also ward Israel sehr gering vor den Midianitern. Also ist es ihnen oft und dick ergangen; denn womit Einer sündigt, wird er gemeiniglich gestraft. Also, da die Ägypter die sieben wohlfeilen Jahre missbrauchten, kam Gott der Herr und strafte sie mit sieben theuern Jahren, dass sie nicht allein ihr Vieh und Land, sondern auch sich selbst aus Hungersnoth mussten verkaufen und leibeigene Knechte werden.

Also, besorge ich übel, werde der grössere Theil dieser wohlfeilen Zeit und der Früchte Gottes zur Völlerei und Schwelgerei heftig missbrauchen; denn die Leute können Glück und gute Tage nicht wohl ertragen, sondern wie Moses von seinen Leuten singt und sagt (5. Mos. 32): Da er feist und satt worden, ward er geil, wie ein Pferd, das lange am Baren und Futter steht, wird gimmelich, will den Reuter nicht lassen aufsitzen, schlägt hinten und vorn aus, ob es ihn aus dem Sattel könne werfen: also, sage und besorge ich, werden unsere Leute auch thun und aus dem Zechen und übermässigen Trinken ein Handwerk machen und Tag und Nacht dasselbige treiben (wie der reiche Mann, Luc. 16., täglich köstlich lebte und in Freuden), toll und voll werden, daraus denn, wie St. Paulus (Eph. 5) sagt, ein unordentlich, frech, rohes, gottlos, verrucht Leben und Wesen erfolgt, dass man umläuft, schreiet und prellet, wie die unsinnigen Leute, räubige Ochsen und Märzenkälber, Gottes gar vergisst und seiner nicht gedenkt, wenn man bei ihm und seinem Namen flucht und schwört.

Das ist nun ein gräulich, erschrecklich, unmenschlich und mehr denn viehisch Thun und Wesen. Eine Sau ist ein unfläthiges Thier, aber sie frisst nicht mehr, denn ihre Natur erfordert, eine Kuh säuft Viel, aber nicht mehr, denn dass sie ihren natürlichen Durst lösche und sie wohl führen und ertragen mag. Die Menschen aber, oder vielmehr Unmenschen, die trinken nicht allein, den Durst zu löschen, sondern, wenn sie schon nicht mehr dürstet, noch ihnen der Wein mehr schmeckt, schütten und saufen sie doch hinein wider ihr Vermögen und natur, bis dass es übergeht.

Wo straft man aber solche tolle, volle, unfläthige Säue? Die es strafen sollten, liegen auch in diesem Spital siech und treiben es am allermeisten. Darum so muss unser Herr Gott kommen, selber drein greifen und mit allerhand Plagen strafen, die Armen mit Theuerung, Hunger und Missgewächs, die Reichen mit Krankheiten, und dann etwa in’sgemein, dass das Kalb muss mit der Kuh gehen.

Es könnte es der Allmächtige leichtlich über Nacht schicken, dass Feind und fremd Volk (wie den Israeliten, als oben angezeigt, widerfahren und deren Exempel leider viel vor Augen sind) könnten einfallen und allen Vorrath von Wein und Korn auffressen. Denn jene haben nicht allein gesündigt, sondern, wenn ihr nicht werdet Busse thun, sagt der Herr Christus (Luc. 13), so werdet ihr Alle auch also umkommen.

Darum, liebe Freunde, wollen wir Gottes Huld und Gnade behalten, und ist uns unser eigen zeitlich und ewig Glück und Wohlfahrt lieb, so lasset uns erkennen die grosse, viel und mannichfaltige, überschwängliche Gnade und Gaben Gottes, die er uns so reichlich zu dieser unserer Zeit an Seele und Leib, wie oben erzählt und wir täglich erfahren, geniessen und gebrauchen, erzeiget und ihm, wie sich’s gebührt und wir gesagt haben, dafür danken.

Siehe, wenn wir das thäten, so hätten und behielten wir einen gnädigen Gott, ein gut, geruhig Gewissen, Frieden, Gesundheit, Nahrung und war wir bedürften zu diesem zeitlichen und jenem ewigen Leben; in Summa, Gott und genug, und wenn er uns dermaleinst aus diesem zergänglichen Jammerthal würde abfordern, zu sich nehmen in sein ewiges Reich, da wir ihn werden anschauen von Angesicht zu Angesicht und also bei ihm sein und bleiben immer und ewiglich.

Das wolle uns geben und verleihen der gnädige und barmherzige, ewige, himmlische Vater durch Jesum Christum, seinen lieben, eingeborenen Sohn, unsern Heiland und Seligmacher, sammt dem heiligen Geiste, welcher ist der rechte, wahre, einige Gott. Ihm sei Lob, Ehre und Preis in Ewigkeit. Amen.

Christliche Danksagung und Gebet nach vollendeter Predigt.

Allmächtiger, ewiger, gnädiger, gütiger und barmherziger Gott und Vater unseres lieben Herrn Jesu Christi, sammit dem heiligen Geiste einiger, ewiger, wahrer Gott, wir armen, elenden Sünder sagen dir von Herzen Lob und Dank, dass du uns dein heiliges Wort so rein und lauter lässest gepredigt werden, uns auch in gutem und güldenem Frieden bis anher dabei wider alles Toben und Wüthen des Teufels und der Welt, seines Werkzeuges, gnädiglich erhalten; dergleichen auch für die lieben Früchte des Feldes und der Erde, Wein und Korn, dass du uns, deinen unwürdigen Kindern, dieselbigen dieses Jahres so gar väterlich und reichlich gesegnet, behütet und zu unseres Leibes Nothdurft, Nahrung und Aufenthaltung hast lassen einbringen. Und bitten dich herzlich, du wollest uns die Gnade deines heiligen Geistes mildiglich verleihen, dass wir dieselbige in bussfertigem Herzen mit recht christlicher Bescheidenheit, Mässigkeit und Dankbarkeit in Frieden und Gesundheit mögen niessen und gebrauchen, zu deinem Lob, Ehre und Preis, Aufenthaltung unseres Leibes und dieses zeitlichen Lebens, auch zu Nutz des Nächsten, und nach diesem Jammerthal uns geben die Freude der ewigen Seligkeit, durch Jesum Christum, deinen geliebten Sohn, unsern einigen Erlöser und Seligmacher, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebt und regieret, gleicher Gott, hochgelobt in alle Ewigkeit. Amen.