Predigt, gehalten am 3. Advent

Harms, Claus – Am dritten Advent 1846.

Ges. 209. Mit Ernst, o Menschenkinder.

Der Gesang ist in seinem letzten Vers ein Gebet gewesen, der Prediger kann auch beten, wisset ihr wohl, doch zunächst und an dieser Stätte, zu dieser Stunde soll er eben nicht beten, sondern predigen. Wollt‘ euch sagen lassen einmal, Geliebte, was es heißt, predigen! Es heißt nicht, was immer es ist vortragen und in beliebiger Weise, sondern Botschaft Gottes bestellen an die Hörenden, Empfangenes wiedergeben, da, wo es niedergelegt ist, in diesem Buche, es hervorholen und was bei frommer Betrachtung desselben von oben herabkommt und durch des Predigers Seele zieht, jeweilen die Seele durchglüht, das vortragen, vorstellen, nicht beweisen oder darthun, es glaublich und beifallswerth zu machen versuchen. Nein, nicht so. Wie denn? Das vom heiligen Geiste Empfangene aussprechen, verkündigen. Das ist es, man glaub‘ es oder glaub‘ es nicht, der Hörer Unglaube hebt Gottes Glauben nicht auf, Röm. 3. Dies heißet predigen. So geht vornehmlich in unsern Tagen die Predigt in der Christenheit umher. Sie stößt an, begreiflich; denn so Viele in unsrer Zeit wollen das Evangelium gepredigt haben, das eben ihres ist, ihren Glauben, ihr Christentum, ihre Religion, und meinen im Recht zu sein, wenn sie das verlangen, wie’s zuweilen aus einer Gemeinde herausschallt, daß die Gemeinde es so verlange. Wend‘ es Gott ab, daß ihnen ein Prediger darin zu Willen sei! Thuts einer, so mag er ein Redner sein, er ist aber kein Prediger, wie ihn Christus begehrt und wie es seine Sache fordert, die er unter den Menschen hat. Wolle er mich als einen gelten lassen und meinen Fleiß mit gnädigen Blicken ansehn. Wieder ist ein neues Kirchenjahr angefangen, ich hab‘ angefangen so und werde auf dieser Bahn bleiben, nicht Einen Schritt seitwärts thun. Herr, stärke mich!

Wie das jetzt gesprochene Wort zu der Predigt gehöre, die nun gehalten werden soll, das wird der Text zeigen, der nun verlesen wird.

Luc. 3. 2-18. Da Hannas und Caiphas Hohepriester waren, da geschah der Befehl Gottes zu Johannes, Zacharias Sohn, in der Wüsten. Und er kam in alle Gegenden um den Jordan, und predigte die Laufe der Buße zur Vergebung der Sünden. Wie geschrieben stehet in dem Buch der Rede Jesaias, des Propheten, der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüsten: Bereitet den Weg des Herrn, und machet seine Steige richtig. Alle Thäler sollen voll werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedrigt werden, und was krumm ist, soll richtig werden, und was uneben ist, soll schlechter Weg werden; Und alles Misch wird den Heiland Gottes sehen. Da sprach er zu dem Volk, das hinaus ging, daß es sich von ihm taufen ließe: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu, thut rechtschaffene Früchte der Buße; und nehmet euch nicht vor zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Es ist schon die Art den Bäumen an die Wurzel gelegt. Welcher Baum nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und in das Feuer geworfen. And das Volk fragte ihn und sprach: Was sollen mir denn thun? Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zween Rücke hat, der gebe dem, der keinen hat; und wer Speise hat, thue auch also. Es kamen auch die Zöllner, daß sie sich taufen ließen, und sprachen zu ihm: Meister, was sollen wir denn thun? Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzet ist. Da fragten ihn auch die Kriegsleute: Was sollen denn wir thun. Er sprach zu ihnen: Thut niemand Gewalt noch Unrecht, und lasset euch begnügen an eurem Solde. Als aber das Volk im Wahn war, und dachten alle in ihrem Herzen von Johanne, ob er vielleicht Christus wäre, antwortete Johannes und sprach zu Allen: Ich taufe euch mit Wasser‘ es kommt aber ein Stärkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, daß ich die Riemen seiner Schuhe auslöse; der wird euch mit dem heiligen Geiste und mit Feuer taufen. In desselbigen Hand ist die Worfschaufel, und er wird seine Tenne fegen, und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln, und du Spreu wird er mit ewigem Feuer verbrennen.

Ein langer Text melde eine lange Predigt an? Das nicht allemal, er kann auch auf eine kurze deuten. Die Lust geht mir nicht zu, mich messen zu wollen mit diesem Prädicanten. Kehr‘ ich besser meine Worte so, als wenn ich’s gar nicht bin, sondern daß er, Johannes der Täufer es ist. Lassen wir ihn uns zeigen, euch und mir:

Eine wie ernsthafte Sache das Christenthum sei, ob es angenommen und bewahrt, oder ob es abgelehnt und Preis gegeben werde.

  • Sehn wir auf den Mann, der die Botschaft von Christo bringt;
  • Hören wir seine Forderungen, die er Christo wegen macht;
  • Ueberhören wir sein Wort nicht, wenn er sich mit Christo vergleicht,
  • Und unser Herz bebe in uns, wie er von Christi einstigem Thun spricht. Das eine, wie das zweite, dritte, vierte zeigt, eine wie ernsthafte Sache das Christenthum sei.

1.

Ja, sie sind abgetreten, Petrus, Paulus, Jacobus, Johannes, alle zwölf, dreizehn, die mit ihrem Wort vortraten, auch der Täufer Johannes ist abgetreten, ihm wurde bei Christi Lebzeiten das Haupt abgeschlagen, allein mit ihrem Worte stehn sie noch vor uns, besonders kenntlich und wie leibhaftig dieser Johannes, Christi Herold, wie ihn der Gesang nennet. Sein eigener Herold ist er nicht, sondern Christi, den er ankündigt, als er nun gekommen, das Lamm Gottes zu sein, das der Welt Sünde trägt, oder wie Johannis Vater, der Priester Zacharias, weissagend von Christo gesprochen hatte: Christus eine Erscheinung derer, die in Finsterniß sitzen und Todesschatten, richtend derer Füße auf den Friedensweg, Luc. 1. Um auch in dieser Predigt etwas zu sagen, was Christus und Christenthum sei, und die Frage hinterher: Habt ihr das Christenthum angenommen so und bewahret? oder bisher abgelehnt und es Preis gegeben, was ungläubige Prediger und ihre Gemeinden, was Schriftsteller und ihre Leser mit dem Christenthum, aus dem Christenthum machten? Es ist eine ernsthafte Sache mit dem Christenthum. Hier steht ein Mann vor uns, laßt seine Predigt etwas gelten! ermahne ich euch, um des Mannes willen, der uns Botschaft von Christo bringt. Hier berichtet der Evangelist: Zur Zeit, da Hannas und Caiphas Hohepriester waren – die Namen kennen wir aus der Passion -, geschah der Befehl Gottes zu Johannes, Zachariä Sohn, in der Wüste. Der Befehl Gottes; das Wort lesen wir im alten Testamente so oft, da die Propheten es von sich sagen; Johannes ist auch ein Prophet, der nicht redet, wann er will und was er will, sondern was und wann es ihm von Gott befohlen ist. Lügt Johannes? trügt dieser Johannes? Ich meine, darnach ist er uns nicht bekannt, wie er denn auch lügenhafter, trügerischer Eltern Kind nicht war. Leset, was Cap. 1. von Zacharias und Elisabeth stehet. Derselbige spricht auf Befehl Gottes. Nun, was auf Gottes Befehl gesprochen wird, das muß auf Gottes Befehl geglaubt, angenommen werden, da sträube sich auch in uns noch so viel davor. Seht nur den Mann, der uns die Botschaft von Christo bringet, ist der Mann nicht selbst mit seiner Person ein Gottesbefehl? Eine unfruchtbare Mutter hat ihn geboren. Er ist mit seinem Namen ein Befehl Gottes. Seid an die Engelserscheinung im Tempel und an das Täflein bei seiner Beschneidung und Namengebung erinnert. O, dies Täflein ist mir ein sehr kostbares Stücklein in der evangelischen Geschichte. Ich wollte, daß ich es vorzeigen könnte: Das ist es. Oder seht ihrs doch in meiner Hand? Allerdings, der Mann selbst dieses Namens, den sein Vater schrieb und sprach zugleich, der bis zu diesem Augenblick stumm war: Johannes selbst mit seinem Wort und Wandel gilt mir noch mehr, und was er sagt von Christo, das macht mir das Christenthum zu einer ernsthaften Sache.

2.

Sei das Christenthum von Inhalt, was es sei, an andern Tagen ergehe die Predigt sich in dem Inhalt, heute sehen wir von dem ab und betrachten das Christenthum bloß als eine ernsthafte Sache, die es ist, zweitens, und uns so erscheinen muß, wenn wir auf die Forderungen hören, die Johannes macht Christi wegen. Was muß das Christenthum doch sein, wenn, um dessen theilhaft zu werden, solche Dinge müssen vorgenommen werden? Was fordert er? Sehet zu, thut rechtschaffene Früchte der Buße. Die ist in ihrem Anfang Sündenerkenntniß, Sündenbekenntniß und ein ernstliches Suchen der Sündenvergebung. Nicht wahr, das ist doch merkwürdig? Was sonst vorgehalten wird zum Glauben und gläubigen Annehmen, dabei kommts ja nimmer auf die Gesinnung des Menschen sonderlich an, wenn er nur Gehör giebt und Verstand braucht. Letztern begehrt Johannes nicht, er will das Herz haben und nicht ist er mit jedwelcher Herzensbeschaffenheit zufrieden, sondern es soll rein sein, gewaschen sein, das bedeutet die Taufe, die er vornimmt. Sie kommen zu ihm in Haufen und fragen: was sollen wir thun? Da mögen doch wohl in dem Haufen gewesen sein, die mildthätig waren und einen Rock abgaben, die nicht mehr forderten, als gesetzt war, die sich an ihrem Solde begnügen ließen; ja, sie mögen wohl darunter gewesen sein, aber der Täufer kehrt sich daran nicht, sondern, was er fordert, das fordert er von Allen. Wollen wir uns hierauf ansehen, welche wir sind? Denn der Herr ist nahe, wie es in einer Adventsepistel heißt, sein Kommen ist ein fortwährendes. Stehts mit uns also, daß wir hoffen dürfen, er komme auch zu uns, mit des Täufers Ausdruck: daß wir den Herrn zu sehen bekommen? Ein offenbares Stück Schlechtigkeit, ein heimliches Stück, wie es Eliphas Hiob ins Gewissen schob, Cap. 15., ihr Bessern, seht auch nach dem heimlichen Stück bei euch, daß ihr es noch vor Weihnachten entfernt. Das behaltend könnt ihr nicht Christum erhalten, ihr lehnt das Christenthum damit von euch ab und gebt es Preis, was man mit demselben machen will. Es sind genug zu unsrer Zeit, die es gern in Stücke zerrissen und es zunichte, zu Nichts machten. Gebet auch nichts gut auf euer etwaiges Gute, das ihr zugleich an euch habet, solche Meinungen von euch sind Höhen, die tragt ab und werft sie in eure Thäler, die sich ebenfalls in euch finden und macht den Weg zu euch eben; denn auf anderm kommt der Heiland nicht zu euch.

3.

Wir lassen heute den Täufer Johannes uns predigen, wie er zeigt, welch‘ eine ernste Sache es mit dem Christenthum sei. Wir hören seine Forderungen, die er Christi wegen macht, überhören wir auch sein Wort nicht, in welchem er sich mit Christo vergleicht.

So thut er, weil das Volk im Wahne stand, er möchte Christus sein, der verheißne Messias. Aber Johannes Sache ist es nicht, Jemanden in einem Wahn zu lassen, wenn es auch der Vierfürst Herodes ist, der seines Bruders Weib hatte und auch sonst Uebles that. Das rügte er und ließ es sich seinen Kopf kosten. Dieser Mann konnte das Volk auch nicht über seine eigne Person in einem Wahn lassen und sagte frei heraus: Ich bin nicht Christus. Wer ist es denn? Dermalen lebte Christus noch verborgen, aber Johannes sagt: Er kommt nach mir. Nach des Evangelisten Johannes Bericht hat der Täufer noch gesagt: Welcher vor mir gewesen ist. Das Nach ihm kommen ist verständlich, Jesus sollte noch das erste Zeichen thun, war Johannes auch um sechs Monate älter, – dagegen: der vor mir gewesen ist, was will das sagen? Damit winkt, damit weist er aus dieser Zeit hinaus in die Vorwelt, in die Welt vor der Welt, in die Ewigkeit hinein, auf Christi ewiges Sein bei dem Vater, auf das Gottsein Christi. „Und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort“ spricht der Evangelist Johannes wie zur Erklärung, was der Täufer mit dem Vor ihm gewesen sein gemeint habe. Der Eine ist Christus also und der Andere ist Johannes nur. Versteht hieraus, alle Gegenwärtigen, was es mit Christo auf sich habe, wer abgewiesen wird, wenn wir Christum abweisen. Thust du es? oder du? oder du? Ich weiß unter euch, die es thun, und ich will noch ein Wort aus ihnen selbst herausholen, das heißt: Ihr stellt bei euch Johannes den Täufer höher, als Christum. Bei eurem schlechten Glauben von Christo müßtet ihr das wenigstens thun. O, thut es nicht! ihr urtheilt und redet wider den Sohn Gottes. Johannes vergleicht sich mit Christo und spricht: Des ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. Das Wort ist sprichwörtlich geworden. Erwägen wir’s. Der Mann, seiner Herkunft nach aus priesterlichem Geschlecht, seiner Berufung nach ein von Gott befehligter Prophet, seiner Lebensart nach in Kleidern nicht weich, in Speisen nicht delicat, nach seinem Werk und Wort der unerschrockene Mann vor Volk und Fürst – der war ein andrer Volksredner, als die sich in unsern Tagen hören lassen -, aber der stellt sich so tief unter Christum. Das muß uns doch Christi Sache auf Erden zu einer sehr ernsthaften machen bei den Ungläubigen: wen verwerfen sie! und bei den Gläubigen: Ach, wir ehren Christum viel zu schwach! lassen ihn gar zu wenig bei uns gelten. Wer jagt denn eine Schlechtigkeit um Christi willen aus sich hinaus? Wer steht denn wohl mit aufgethaner Herzensthür in diesen Tagen und spricht: Zeuch in mein Herz herein? Gesungen ist das Wort; es soll eben so gethan werden.

4.

Und viertens noch: unser Herz sollte beben in uns bei dem, was Johannes von dem einstigen Thun Christi zeuget. In zweierlei Zuständen bebt das Herz, in großer Freud‘ und in großer Angst. Daß sei unsre Freude, daß Christus, wenn er kommt, mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufe. Ist uns denn nicht, als wären wir bisher nur mit Wasser getauft worden und auch das kaum? Wasser erweicht doch, wir aber sind an Stellen noch steinhart. Alle Stellen werden auch nicht vom Wasser weich, freun wir uns, daß Christus mit einer andern Taufe, mit der Geistestaufe und ihrem Feuer kommt. Ich meine nicht zu irren, wenn ich annehme, da sind hier auch unter euch, welche sagen: Wie ist’s doch einmal mit mir! Diese Predigt nun, die ich gehört habe, sie ist bald zu Ende, sie läuft von mir wie ein Regen vom Stein ab, ich komme wohl nie zu einem Christenthum! Warum nicht? Lege dich nur hinaus, Christus tauft dich mit dem heiligen Geist und mit Feuer, er kommt, davor wirst auch du, Stein, der du bist und dich auch dafür hältst, ganz gewiß aufweichen, o du schon nicht Stein mehr, wenn ein Begehren in dir ist und du dich hinauslegest, wirst vielleicht noch ein Christ werden, daß Tausende sagen: Wär ich auch so einer! Bebe dein Herz darob.

Hören aber das Letzte noch, die sonst nichts hören und die alles überhören, auch die heutige Predigt: Es geht nicht gut mit euch. Der Johannistaufe schon weigert ihr euch und vor der Taufe Christi lauft ihr weg. Wohin wollt ihr laufen? Den Ausdruck Johannis vertragt ihr von mir nicht, wenn ich ihn in den Mund nehme; so laß ich ihn weg und frage bloß, wie er fragt: Wer hat euch geweiset, daß ihr dem zukünftigen Zorn entrinnen werdet? Wahrlich, ihr wisset noch nicht, wie noch in der Zukunft hier, bei eurer Lebzeit, der Zorn Gottes euch fressen werde. Nun singet ihr noch mit Andern, und eure Seelen gleiten darüber hin, 209: Mit Ernst, o Menschenkinder, bereitet euch dem Herrn; ihr werdet noch, nicht singen, aber seufzen, schreien, 436: Mächtig faßt mich Angst vom Herrn, daß sein Zorn verdamme. Doch ihr mögt, wie über 209, obschon auch ernste Sachen darin stehn, und über diese Predigt nach dem Wort des ernsten Täufers ruhig und sanft hinschreiten, hingleiten, auf diesen Fall sag‘ ich euch: Kommen wird er, die Tenne wird er fegen. Die Christenheit ist seine Tenne. Da liegen wir alle, Waizen und Spreu in einander. Die Wurfschaufel hat Christus in seiner Hand. Städter und ihr jüngern Leute vom Lande, kennt ihr die ehemals einzige Art, wie man das Korn reinigte? Da steckt man die Schaufel in den Haufen und wirft, dann fliegen Spreu und Waizen auseinander. Dann wird Mancher sehen, der sich Waizen gedünkt hat, daß er nur Spreu gewesen ist und wird mit ihm geschehen, wie hier geschrieben steht. Hätt‘ ich denn eine Scheu, Johannes Wort zu brauchen oder eine Scham, wie er’s nicht hatte? Nein, ich habe heute dieses Predigers Prediger sein wollen, bin es gewesen, meine ich, und will es denn am Schlusse noch sein: Die Spreu wird er mit ewigen Feuer verbrennen; und auch will ich das andere Gleichniß nicht ungesprochen lassen: Es ist schon die Art den Bäumen an die Wurzel gelegt, welcher Baum nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Soll aber noch eignes Wort das letzte sein, so wär‘ es dieses: Sehen wir Alle Christum zweimal; mit der Art in der Hand und mit der Schaufel in der Hand, und nehmen wir das Christenthum, was es ist, für eine gar ernsthafte Sache. Amen.