Andacht 01.01.2018

Hebr. 13,8

Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

Herrlicher kann das neue Jahr nicht angefangen werden, als es durch die Kirche geschieht, die den heutigen Tag den Namenstag Jesu genannt hat. Jesus ist ja der Mittelpunkt all‘ unsers Glaubens und Lebens, der erste und der letzte Gedanke – der Bibel, denn sie zeugt von Ihm; – der Welt, denn sie ist duch Ihn für Ihn geschaffen; – der Zeit, denn Er ist das A und O, Anfang, Mitte und Ende; – des einzelnen Herzens, denn sein wahres Leben geinnt mit der Taufe und Wiedergeburt und vollendet sich, wenn Christus in ihm eine Gestalt gewinnt. Nach Ihm zählen wir auch unsere Jahre, und nennen sie Jahre des Heils, weil kein anderer Name den Menschen gegeben ist, darin sie sollen selig werden, denn allein der Name Jesu Christi. Er allein giebt unsern Lebensjahren ihre Bedeutung, unsern Neujahrswünschen die rechte Weihe, unsern Bestrebungen das rechte Ziel, unsern Schicksalen das rechte Licht, und unsern Verbindungen die rechte Innigkeit und Dauer. Sein Name ist, wie die Schrift sagt (Hohelied 1,3), eine ausgeschüttete Salbe. Sein Name ist ein festes Schloß, der Gerechte flieht dahin, und wird beschirmt. Durch diesen Namen werden die Teufel ausgetrieben, die Schlangen vertrieben, die Kranken geheilt. Dieser Name ist über alle Namen, vor dem sich beugen alle Kniee Derer, die im Himmel, auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr sei zur Ehre Gottes des Vaters. In Jesu Namen stehet Gottes Amen. – Wohlan, so beginnt denn auch dieses neue Jahr für uns in Jesu Namen! „All‘ was mein Thun und Anfang ist, gescheh‘ im Namen Jesu Christ; Er steh‘ mir bei, so früh als spat, bis all‘ mein Thun ein Ende hat.“ Mit Ihm dürfen wir den ernsten, wichtigen Schritt getrost wagen. – Und nun kommt, ihr Leiden und Trübsale der neuen Hzeit. Er wird uns trösten und helfen, daß wir in dem Allen weit überwinden. Kommt, ihr Versuchungen des Glücks und der Lust: Er wird uns fest machen, daß uns nichts scheiden kann von seiner Liebe. Zeige dich wieder in deiner ganzen Blöße, Schwäche meines Herzens: Er wird in meiner Schwachheit mächtig sein und mir aufhelfen, wenn ich straucheln wollte. Drohe, König des Schreckens, unerbittlicher Tod, mit deinen Aengsten und Kämpfen: Er ist mein Leben, so muß Sterben mein Gewinn sein. Der Herr ist mein Licht: vor wem sollt‘ ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft: vor wem sollte mir grauen? In meines Herzens Grunde Dein Nam‘ und Kreuz allein funkelt all‘ Zeit und Stunde, drauf will ich fröhlich sein.