Predigt, gehalten am Neujahrstag

Nitzsch, Carl Immanuel – Die Forderung des Evangeliums, alle Sorgen auf den Herrn zu werfen.

Neujahrspredigt über 1. Petri 5, 7.

Der du uns bis hierher geholfen hast, hilf auch, o Herr, daß wir dir die Ehre geben! Laß es uns unvergessen sein, wir sind noch beides, deine Bürger und Pilger wie alle unsere Väter. Und da du uns wieder in ein Jahr deiner gnädigen Regierung eingeführt hast, hilf, daß wir als treue Knechte auf deine Hände sehen und deines Werkes uns getrösten. Verjünge uns den Glauben, entlade uns der Sorgen, laß uns dein Angesicht leuchten und allewege erkennen, daß du Gott bist. Amen.

Obgleich, andächtige Brüder, sich auch heute unser irdischer Zustand nur um einen Tag verändert hat, so treten wir doch, gleich als ob wir alle unsern gemeinsamen Geburtstag feierten, im Geiste und Gedanken einen ganzen Jahresumfang, ja die Zeit selbst oder unsere Zukunft wieder an. Die Erwartung der Dinge, die da kommen sollen, ist rege; wir blicken mit größerer Anspannung um uns und vor uns hin, Sorge und Wunsch machen ihre Ansprüche geltend, Furcht oder Hoffnung nehmen oder geben der zweideutigen Freude etwas, die Zeit wieder gewonnen zu haben. So nun fangen wir das Jahr alle auf natürliche Weise an; und dabei verhalten wir uns leidend. Erst ein wahrer, thätiger, geistlicher Anfang wäre es, wenn wir den Lauf unserer Vorempfindungen zum Stillstand brächten, wenn wir das Wort Gottes auch jetzt über uns gebieten ließen, und durch die Gewißheit, die wir haben, im Glauben und Wandel der Ungewißheit zuvorkämen.

Daß wir nach christlicher Zeitrechnung zählen, daß wir es ein Jahr Christi, ein Jahr des Heils oder der regierenden Gnade unseres Gottes nennen, das Jahr, das wir antreten, hat nicht nur seinen guten und gültige n Grund, es hat auch eine Bedeutung für den Glauben, es hat eine Kraft irrende Seelen zurecht zu bringen. Tritt an die Spitze der Jahrestage, die sich aufs Neue eröffnen, der Namenstag des Herren Jesu, denn diesen feiern wir heute, so treten durch seinen Namen hervorgerufen alle die Forderungen seines Evangeliums, die in Bezug auf Zeit und Wechsel an uns ergangen sind und oft tief in Vergessenheit gerathen, dringend hervor.

Eine solche und in ihr alle andere zu beherzigen, bereiten wir uns in stillem Gebete vor.

Text: 1. Petri 5, 7.

„Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für euch.“

Christen, mit der Ewigkeit belehnt, hatten noch mit der Zeit und Welt zu thun. Ihre älteren Brüder, ihre Väter in dem Herrn, die Apostel, gaben ihnen Anweisungen über die rechte Art dabei zu bestehen. Eine davon, die wieder die andern in sich faßte, war diese: „Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für euch.“ Sie gilt bis hieher, und wir erwägen mit einander die Forderung des Evangeliums, alle Sorgen auf den Herrn zu werfen.

Unsere erste Betrachtung wird die sein, wie es geschehe, oder wie es uns möglich werde, alle unsere Sorgen auf ihn zu werfen; die andere die, warum, oder was es sagen wolle: Er sorget für euch.

I.

Sorgen sind die eigenen Gedanken, die wir uns über unsere und der Unsrigen Zukunft machen. Sie gehen aus dem Bedürfnisse hervor; sie gründen sich auf den Zusammenhang der Dinge mit ihren muthmaßlichen Folgen oder Ursachen; wir vergegenwärtigen uns in ihnen das Uebel, oder wehren es von uns ab; sie beunruhigen unser Herz und nehmen einen Theil unserer Freude und Tätigkeit hinweg. Wie ist es nun möglich, wie läßt es sich ausführen, was der Apostel fordert, sie alle auf den Herren zu werfen, und so oft eine neue hervorkommt, sie wieder auf den Herrn zu werfen.

Es scheint, als würde dieser sie nicht an sich kommen lassen, und als müßten wir eben davon selbst überführt sein. Es ist mit dem Heere der Sorgen wie mit der Menge der menschlichen Wünsche. Der Wunsch: möchte ich doch, hätte ich doch, der Wunsch in der Geburt schon ohne Kraft und Würde, oder was mehr ist, voll strafbarer Eitelkeit, wagt sich seiner Untüchtigkeit wegen kaum über die Lippe, kaum vor ein menschlich Urtheil, wie müßte er vergehen, wenn er vor Gott erscheinen sollte, da er sich gar nicht in Bitte und Flehen verwandeln läßt. So nun scheint es mit unsern Sorgen auch zu sein. Denn wer will sagend daß sie ihm nicht aus des Herzens Eitelkeit und weltlichem Gelüsten, aus dem Fleische hervorgingen? Und ist dieses der Fall, sind es die Sorgen der Sünde selbst, die dich quälen und umhertreiben, die Sorgen des Geizes und der Hoffart, oder die Sorgen der sich verhehlenden Ungerechtigkeit, so läßt sich ihrer doch Gott auf keine Weise theilhaftig machen. Ja wir müssen bekennen, der gute Rath des Apostels läßt uns inne werden, daß eben bei manchem Menschen in seiner sorgenvollen Unruhe noch gar nicht zu rathen und zu helfen sei. Solche Sorgen, wie wir sie jetzt beschrieben, soll wer sie hat, behalten, bis er die Sünde bekenne, die sie ihm gemacht, bis die Bekehrung zu Gott sie ihm von selbst vernichte. Und möchte er mit heuchelndem Gebet sie auszuschütten suchen, das Gewicht der Wahrheit würde sie zurückbannen in sein Herz, wie geschrieben steht: Trübsal und Angst über alle Seelen, die da Böses thun. Es waren aber Christen, denen Petrus rieth. Sollte er ihnen nicht Sorgen aus wahren ungefälschten Bedürfnissen, nicht Sorgen der Gerechtigkeit zugetraut haben? Gibt es dergleichen nicht? Diese Christen sollten zwar auch unversehens schon durch das Gebot, ihre Sorgen auf den Herrn zu werfen, wenn sie es erfüllten, eben als sorgende Menschen gezüchtiget werden, sie sollten erfahren mit vieler Beschämung, wie so vieles Unnütze und Eitle von eigenen leidigen Gedanken den Ernst des Erscheinens vor dem Herren nicht vertrage. Aber blieben ihnen keine Sorgen der Unschuld und Aufrichtigkeit übrig? Veranlaßt es doch die Liebe selbst, die Weisheit selbst und die Demuth, daß ich Sorge trage und habe um Weib und Kind, sie zu ernähren, um das Leben, daß ich es pflege und erhalte, um den guten Namen, daß er mir zu Gebote stehe, wenn ich Zutrauen zu meinem Amte und Werke bedarf, um die Erziehung derer, die mir Gott vertraut hat, und um deren Seelen der Geist der Zeit und Welt mit dem Geiste Gottes streitet, um mein Vaterland, daß es seine Segnungen behalte, um die Kirche, die von Feinden und Freunden zu fürchten hat, um mein Herz und Leben, daß es nicht strauchle und falle. Sind dieß nicht wahre Bedürfnisse? Bin ich mit ihnen nicht im Gebiete der Zeit, der Veränderung und der Gefahr? Nein, der Apostel schämte sich solcher Mitchristen nicht, die diese Sorgen hatten; er würde sich eurer schämen müssen, wenn ihr sie entweder gar nicht kanntet, oder alsbald sie in den Wind des Leichtsinns und in den Rausch der augenblicklichen Freude zergehen ließet. Behalten, sollen wir sie aber nicht; gefaßt in unsre eigenen Gedanken und Rathschläge, behaftet mit unserer Blindheit und Voreiligkeit im Wünschen und Urtheilen, gelegt auf unsere eigene Schulter, als Hindernisse des Dankes und Glaubens, der That und des Wandels ziemen sie uns nicht. Wir sollen sie auf den Herrn werfen, m. Br., und wie geschieht das? Fürs Erste freilich und aufs unmittelbarste durch Bitte und Fürbitte. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich versorgen und den Gerechten nicht ewig in der Unruhe lassen, befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wirds wohl machen. Denn das ist nicht nur der Wille Gottes, daß er angerufen werde in der Zeit der Noth, sondern auch, daß ihm übergeben, ausgeschüttet und anvertraut werde, was das Herz seines Kindes bewegt. Sorget nichts, heißt es. anderwärts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Nicht, daß er nicht es schon wüßte, aber ihr sollt es ihm kund thun, ihr sollt es ihm nicht vorenthalten, ihr sollt darin euch selbst an ihn ergeben. Und wenn ihr Unrecht thut, je größer die Liebe eines Menschen und je gerechter sein Verlangen nach eurer Mittheilung ist, ihn nicht mitwissen und mittragen zu lassen: wie viel schwereres Unrecht ist es, die Sorgen Gotte nicht übergeben im Gebet? Und wenn es Thorheit ist, die Erleichterung sich nicht zu gönnen, die die Mittheilung an Menschen gewährt, wie viel schwererer Selbstbetrug, was uns drückt, dem nicht hinzugeben, der es ganz allein auf sich nimmt.

Thut er es etwa nicht, weichen sie nicht von euch die Sorgen des Jahres, so kann es an zweierlei liegen, bald am Glauben mehr, bald am begleitenden Thun. Denn fürs Andere wird es dadurch möglich, die Sorgen auf den Herrn zu werfen, daß wir nicht mehr denken, grübeln, ahnen, sorgen, sondern in Gottes Namen thun, was er uns heute geboten hat, und immer nur ausschließlicher dieses thun und eben dieses leiden. Gehen nicht unsere Sorgen aufs rechtmäßigste und wahreste auf Gott über, wenn wir in Recht und Pflicht Gemeinschaft mit seiner göttlichen Sache und Angelegenheit machen? Auf rechtschaffenen Fleiß und genügsame Selbstverläugnung das Haus einrichten, das heißt dem Herrn die Sache des Hauses befehlen; mit Gottesfurcht in der Liebe den Kindern vorangehen, sie in der Zucht und Vermahnung zum Herren erziehen, das heißt dem Herrn die Erziehungssorgen abtreten; jedem billigen Gesetze der Bürgerpflicht mit Gehorsam zuvorkommen, ein gelindes Herz Freunden und Feinden entgegen tragen, gern dem Weisen und Bessern nachstehen, den König ehren, die Brüder lieben, ehrerbietig sich gegen Jedermann erweisen und Gott den Herren fürchten, das heißt die Sorgen ums Vaterland los werden, das Gott schützet. Seinen Glauben bekennen, die Versammlung nicht verlassen, den Beitrag des Gebetes der Gemeinde nicht entwenden, ihren Verläumdern mit heiligem Leben den Mund stopfen, das heißt die Sache der Kirche Gott befehlen. Und will nun immer noch die Sorge um das einzelne gefährdete Gut, um das einem jeden Naheliegende nicht dem Fleiße in gutem Werk, nicht dem Gebete weichen; so liegt es ja daran, daß wir noch nicht genug auf das Eine, was Noth ist, gerichtet sind. Eine große Tages- Jahres- und Lebenssorge macht alle anderen klein; sie ist es, die sich von selbst und ganz allein auf den Herrn, auf de n Mittler des ewigen Testamentes wirft; es ist die Sorge welche ruft, was soll ich thun, daß ich selig werde, welche uns überführt, daß wir auf Fürsprache leben, und zu keinem Dinge Zeit haben und uns nehmen dürfen, bis wir gerechtfertigt durch de n Glauben im Frieden einen kindlich freien Zugang haben zu Gott und zu seiner ewigen Gottesstadt. Besser als so, vollkommner als so, kommt man nicht von Sorgen los. Sie erwachen zwar immer wieder, aber kaum sind sie da, so werden sie Gelegenheiten des kindlichen Gebetes, Anlässe des freudigen Glaubens, Vereinigungen mit dem allmächtigen und allhütenden Gott. Und so geht es zu, so ist es möglich, was den Christen geheißen wird, alle Sorgen auf ihn zu werfen.

II.

Denn er sorgt für euch. Das ist der besonders hinzugefügte Beweggrund.

Darum soll es geschehen, weil er für euch sorgt.

Und legen uns diese versichernden Worte nicht das Dreifache nahe:

1. Die Regierung des Ganzen hält ihn nicht ab für den Einzelnen und Geringsten zu sorgen;
2. wir sorgen übel für uns, Er allezeit göttlich;
3. selbst unsere Vergehungen sollen uns nicht hindern, dem Herrn und seiner Fürsorge das Beste zuzutrauen.

Ja der Herr sorget für uns. Die Demuth darf rufen, was ist der Mensch, daß du sein gedenkest, und das Menschenkind, daß du dich sein annimmst, aber der Unmuth soll nicht recht haben zu sagen: was bin ich gegen so große Welt. Redliche Fürsten, treten sie ihre Regierung an, so wenden sie ihre Liebe dem Ganzen zu, und möchten zu jedem Unterthanen wie zu dem Volke ein Verhältniß der Treue haben. Aber sie, vermögen es nicht. Ihr Auge erreicht nicht Jeden, sie tragen nicht jedes Bedürfniß zu jeder Zeit in ihrem Herzen; die Thätigkeit, die über die allgemeinen Anordnungen hinaus das Gute derselben einem Jeden zuführen möchte, muß wider Willen ermüden. So ist es in noch viel kleineren Kreisen. So ist es aber nicht mit der göttlichen Regierung. Warum erkennen wir und glauben, daß er Gott ist, und wollen nicht erkennen, daß er die ganze und vollbewußte Liebe ist? Der den Staub des Sandes zählt und die Haare auf dem Haupt, der dir zuvorkam, daß er dich schuf und aus dem Nichtsein ins Dasein rief, sollte nicht mehr von dir wissen, als alle deine Freunde und du selbst von dir weißt? Der in unzähligen guten Worten und zarten Bildern zu seinem Volke wie zu Einem, zu Einem wie zu seinem Volke, zuredend zum Vertrauen, geredet hat, – als der Hirte, der die Schafmütter führet und die Lämmer im Busen tragt, dessen sich von der Welt her die Verlassenen trösteten, daß sein Auge ohne Schlummer hüte, der Mutterliebe zu übertreffen verheißen hat, der in dem Eingebornen sein Thun darstellte, und keinen Tag sein ließ, da er nicht von den Jüngern zu dem Volke, vom Volke zu den Jüngern sich wandte, und sie wiederum alle ließ um eines einzigen Elenden willen, der sein bedurfte? der in jedem Augenblicke die Welt so ordnet, daß sie jedes vernünftige Wesen auffordert oder veranlaßt Gott zu erkennen, zu fürchten, zu lieben; der sollte nun gerade für dich nicht sorgen? Du liesest: Er macht alles um sein selbst willen. Denn wem wäre er verbunden, wer könnte sein Rathgeber sein, wenn nicht sein Geist und sein ewiger Sohn? Aber sein Selbst ist in seiner Liebe, seine Ehre und Herrlichkeit ist in denen und an denen, die ihn loben, ihm danken und ihn lieben. Mögen nun auch unsere Sorgen gerade dann zu Haufen erwachen und sich regen, wenn er sich in ungewöhnlichen Führungen und geschwinden Gerichten erkennen läßt, wenn, wie es scheint, das ausgesandte Schicksal ohne Unterschied Ungerechte und Gerechte, Fromme und Gottlose trifft: so fühlen wir doch genug und erfahren es deutlich, wo zwei das Gleiche leiden ist es doch nicht gleich, Leben und Leben, Sterben und Sterben, Dulden und Dulden ist innerlich verschieden, wie gleich es äußerlich sein mag. Und so hat er wohl auch Jedem das gegeben und bereitet, was eben das eigenthümlich Seine war. Wenn er Eines gedenket, gedenket er Aller; nicht freilich so, wie Jeder sein gedacht wissen wollte.

Er sorgt für uns, d. h. weiter: wir sorgen Menschlich, willkürlich, fälschlich, vergeblich, Er göttlich, heilig, weise und wahrhaft. Denn wehe uns, wenn wir selbst für uns sorgen und uns selbst helfen sollten! Wohl uns, daß er uns nicht in unsere eigene Hände gibt. Vermag ich doch schon nicht zu bitten, was das Rechte wäre, da mir doch im Gebete das Auge schon klarer und der Wille schon reifer wird, wie sollten meine Sorgen, die sich fast nur mit Fleisch und Blut berathen, die rechten Sorgen sein? Selig ist der Mensch im Gefühle seiner Ohnmacht vor Gott, in unaussprechlichen Seufzern lehrt der Geist ihn bitten und der Allmächtige denket und thut für ihn. Nun wird nichts versehen, wird nichts verfehlt oder versäumt. Gott aber sorgt für uns, und wie göttlich, wenn gleich der Erfolg weder im Guten noch Schlimmen ganz unsrer menschlichen Erwartung entspricht, wie göttlich, wenn er unsere Feinde selbst dazu beauftragt, uns Gutes zu thun, während sie es übel meinen; wie göttlich, wenn er die Noth selbst uns zur neuen Hülfsquelle der Erkenntniß, der Kraft und Freude macht, wenn er vor Jahrtausenden schon in die Welt gesandt hat die Lehren und Triebe seiner Barmherzigkeit, und nun heute durch sie den Helfer mir bildet und erweckt, den ich in Verlassenheit haben soll; wie göttlich, wenn er durch Worte mir hilft, da ich Werke erwartete, und doch nur Worte helfen konnten; wie göttlich, wenn er die Sünde selbst, die er zuließ, die er aber mich erkennen und bereuen ließ, mitwirken läßt zum Segen, den er über mich gesprochen hat.

Denn wie es einfach heißt, er sorgt für euch, werden uns unsre Vergehungen selbst keine Hinderungen, die Sorgen auf ihn zu werfen. Hat er ihnen doch schon diese Folge gegeben, daß wir sie erkennen, daß wir mit großer Beschämung der unverdienten Geduld und Langmuth inne werden, die uns bis auf diesen Namenstag Jesu gespart und gewürdigt hat, noch das Gute zu sehen im Lande der Lebendigen. Der Name, der uns verbietet, als die Gerechten für uns selbst einzustehen, der verbietet uns auch unserer Ungerechtigkeit wegen auf unsern eigenen Gedanken und Sorgen zu bestehen. Das ist das Vertrauen, welches die größte Belohnung hat, daß wir ihm zutrauen, er kann uns, er will uns vergeben, uns einen neuen Geist und ein neues Herz verleihen. Fängt er so mit uns an, daß er diese Sorge in uns erweckt und diese auf sich nimmt, so liege in der Mitten Zeitliches nach seinem Wohlgefallen, was da wolle, seine Gnade wird Segen der Zucht und Erkenntniß, Licht und Friede, unser Glaube Geduld und Dank, Hoffnung und Verehrung hineinlegen, und so muß das Ende ein seliges sein. Amen.