Baumgarten, Michael - Der Glaube und die Gewissensfreiheit

Als ein Fremdling in zweifachem Sinne trete ich in Ihre Mitte, verehrte Versammelte; denn einmal ist mein Aufenthalt in hiesiger Stadt ein vorübergehender und flüchtiger, sodann ist der Standpunkt, von welchem diese Versammlungen sonst geleitet werden, dem meinigen entgegengesetzt. Daß ich dessenungeachtet mich entschlossen habe, um das freie und öffentliche Wort an dieser Stelle zu bitten, hat folgende Bewandniß: der Gegenstand, der in diesen Zusammenkünften erörtert wird, hat für mich seit lange ein großes Interesse, dieses Interesse bewog mich, dem Vortrage, mit welchem Herr Doktor Ree die Reihe dieser Versammlungen eröffnete, beizuwohnen. Ein Wort in diesem Vortrage blieb mir unvergeßlich, der Redner sprach den Wunsch aus, es möchten unter den Hörern auch Solche sich finden, welche auf dem Standpunkte des entschiedenen Glaubens ständen und auch diese möchten über den besagten Gegenstand, die Gewissensfreiheit, ihre Gedanken hier aussprechen. Ich erkannte in diesem Worte eine eben so bescheidene als männliche Herausforderung an den Glauben, die nicht überhört werden dürfe; ich war der Meinung, daß sich vorzugsweise die Träger und Vertreter des geistlichen Amtes in dieser Stadt durch eine solche öffentliche Aufforderung berufen achten müßten, das Licht des Glaubens auf den hier vorliegenden Gegenstand fallen zu lassen und mit ihrem lehrenden und zeugenden Wort bei dieser sich ungezwungen darbietenden Gelegenheit auch vor denen offenbar zu werden, welche ihre Stimme sonst niemals erreichen kann. In diesem Sinne habe ich mich wiederholt und nachdrücklichst ausgesprochen, aber vergebens habe ich mich nach Einem umgesehen, der den von hier aus ergangenen Ruf angenommen hätte. Als ich nun in diesen Tagen las, daß das Comité mit dem Plane umgehe, diese Vortrage nächstens zu einem Abschluß zu bringen, ist es mir unerträglich erschienen, daß jene Aufforderung sollte erfolglos verhallt sein und daraus sodann, was nicht ausbleiben würde, dem Glauben, den ich bekenne, eine Schmach erwachsen sollte. Darauf entschloß ich mich, dem Comité mich als einen Gläubigen zu bekennen und dasselbe um ein öffentliches Wort im Sinne des Glaubens über Gewissensfreiheit an dieser Stelle zu bitten. Mit großer Bereitwilligkeit hat das verehrliche Comité mein Gesuch angenommen.

Es ist also meine Absicht, soweit es in den Grenzen eines Vortrages geschehen kann, auseinander zu setzen, wie sich der Glaube zur Gewissensfreiheit stellt und für diese Erörterung erbitte ich mir Ihre Aufmerksamkeit und Theilnahme.

Der Ausgang unserer Erwägung kann nun wohl kein anderer sein, als daß wir uns zuvörderst die beiden Begriffe, deren Verhältniß wir feststellen wollen, klar zu machen suchen. Denn so gebräuchlich die beiden Ausdrücke sind und so einfach im Grunde das, was sie bezeichnen, ist, so fehlt es doch noch gar sehr an einer allgemein gültigen Werthbestimmung sowohl für den Glauben als für die Gewissensfreiheit. Wir fragen also zuerst: was ist der Glaube? Da begegnet uns ein sehr verallgemeinerter Sprachgebrauch; wir sprechen von dem Glauben an den Teufel, von dem Glauben der Fetischdiener. Nach diesem Sprachgebrauch wird die Bezeichnung Glauben auf das gesammte religiöse Gebiet übertragen, dies ist aber verwirrend, wenn wir nicht zuvor den eigentlichen Begriff des Glaubens erkannt haben. Als ein allgemein Zugestandenes dürfen wir voraussetzen, daß der Glaube einen inneren Gemüthszustand bezeichnet. Nun haben alle geschichtlichen Religionen eine gewisse Summe von Aeußerlichkeiten, von Ceremonien, Symbolen, Formeln und Uebungen, und viele giebt es, in denen dieser äußerliche Apparat so überwiegend ist, daß man das Geistige derselben nur mit scharfen Augen entdecken kann. Wenn es nun andererseits Religionen giebt, welche ihre Eigenthümlichkeit als Glauben bezeichnen, so werden es diejenigen sein, welche im Gegensatz zu jenen einen vorwiegend innerlichen Charakter haben. Vor allen ist es nun die christliche Religion, welche sich von Anfang her als Glauben bezeichnet hat; jeder Blick in das neue Testament kann uns davon überzeugen. Die Synagoge ist darin gefolgt und nicht ohne Grund, denn wenn auch in der alttestam. Schrift der Glaube verhältnißmäßig selten erwähnt wird, so ist diese seltene Erwähnung doch jedesmal um so bedeutsamer, da der Glaube eben in entscheidenden Momenten der alttestament. Geschichte als die eigentlich israelitische Gesinnung bezeichnet wird. Endlich gehört hierher der Muhammedanismus, der sich ebenfalls als Glaube bezeichnet, nämlich Islam. Wir kommen damit zu dem Resultat, daß die drei monotheistischen Religionen sich vorzugsweise als Glauben bezeichnen und dieses Resultat entspricht auch ganz unserer Erwartung von der vorzugsweisen Innerlichkeit, welche in dieser Bezeichnung ausgedrückt ist. Indessen wir müssen dieses Resultat noch näher begrenzen und bestimmen. Denn der Muhammedanismus ist überall eine wenig ursprüngliche und selbstständige Erscheinung auf dem religiösen Gebiet und sowie er seine Heiligen aus der alt- und neutestamentlichen Tradition herübergenommen, so hat er auch die Bezeichnung Islam entlehnt und wir würden daher die Natur des Glaubens verkennen, wollten wir in diesem von allem Anfang an fanatischen Monotheismus eine reine und ebenbürtige Gestalt des Glaubens anschauen. Es bleiben also nur übrig die beiden biblischen Religionen, die neutestamentliche und alttestamentliche, welche ihr eigenthümliches Wesen mit dem Namen Glauben in ursprünglicher und adäquater Weise ausdrücken. Gewöhnlich kennzeichnet man die biblischen Religionen nur nach ihrer objektiven Seite und allerdings ist die Objektivität derselben eine specifisch charakteristische und für den ersten Anlauf wenigstens ist diese Objektivität faßlicher, als diese Subjektivität, die in der Bezeichnung Glauben ausgesprochen wird. Die Objektivität der biblischen Religionen nennen wir die göttliche Offenbarung und verstehen darunter im Unterschiede von allem Offenbarwerden Gottes in Natur und Schöpfung die geschichtlich vermittelte Kundgebung Gottes, in welcher er als der Barmherzige und Gnädige dem gefallenen Menschen sein Angesicht zur Wiederherstellung und Beseligung zuwendet. Da nun alle übrigen Religionen von dieser Objektivität Nichts wissen, so ist die Objektivität der biblischen Religionen die ausgeprägteste. Nun entsteht aber die Frage, woher es kommt, daß eben diese Religionen sich vorzugsweise auch nach ihrer Subjektivität oder Innerlichkeit als Glauben bezeichnen? Wir werden doch wohl von vorn herein sagen müssen, daß diese Religionen, von denen wir alle Ursache haben anzunehmen, daß sie sich selbst verstehen, in jener subjektiven Bezeichnung ihre objektive Eigenthümlichkeit nicht ausschließen, sondern einschließen werden, daß sie also, wenn sie ihre Eigenthümlichkeit als Glauben bezeichnen, sie in diesem Ausdruck ihre Eigenthümlichkeit als göttliche Offenbarung eingeschlossen wissen. Damit verstehen wir freilich noch nicht, wie wir uns dieses Verhältniß des Subjektiven und Objektiven zu denken haben; einleuchten würde aber sofort dieses Verhältniß, wenn wir uns vorstellten, daß die hervorragende Eigenthümlichkeit der Objektivität, welche die beiren biblischen Religionen vor allen anderen unterscheidet, die Kraft und Wirkung hat, eine subjektive Eigenthümlichkeit zu erzeugen, welche sich durch ihre tiefe Innerlichkeit eben so sehr von der Subjektivität der übrigen Religionen absondert, wie die Objektivität der Offenbarungsgeschichte an Hoheit, Würde und Reinheit alle Mythen der Heiden überragt; so daß es nur eine Offenbarung gebe, welcher wiederum auch nur ein Glaube entspreche und also Offenbarung und Glaube in einem genau aufgehenden Verhältniß von göttlicher Ursache und menschlicher Wirkung zu stehen kämen. In der That ist es so; um dies aber zu erkennen brauchen wir einen Mittelbegriff und dieser Mittelbegriff ist das Gewissen. Das Gewissen tritt freilich in höchst mannichfaltigen und zum Theil sich widersprechenden Erscheinungen auf, das Gemeinsame dieser Erscheinungen ist aber dies, daß, wo das Gewissen sich kundgiebt, dasselbe sich als eine Macht offenbart, die über den Menschen unbedingte Gewalt hat und eben deshalb kann das Gewissen auch nichts Geringeres sein als das Innewohnen Gottes in dem allgemein menschlichen Bewußtsein. Betrachten wir nun den Menschen in seinem natürlichen Zustande, so befindet er sich auch im besten Falle, wann er sich nämlich keiner bestimmten Verletzung seines Gewissens bewußt ist, dennoch diesem seinen Gewissen gegenüber allemal in dem Stande einer gewissen Gebundenheit und Unfreiheit. Die thronende Majestät des inneren Richters ist auch bei den reinsten, kräftigsten und freudigsten Menschen immer mit einer drohenden Wolke umgeben und auch dem Entschlossensten fehlt es an Muth, diesen finstern Wolkenschleier anzurühren, in banger Furcht, es möchte sich aus dem unheimlichen Gewölk ein tödtender Blitz entladen. Siehe, da naht die Botschaft von der Offenbarung der göttlichen Gnade gegen die Abgefallenen und Abtrünnigen. Aber wer giebt dem Menschen die Gewißheit, daß es wirklich Gott ist, der sich in dieser Botschaft ankündigt? Sind die Zeichen und Wunder, von denen die Botschaft erzählt, wirkliche Thatsachen oder Gebilde der frommen Phantasie? Und wären sie auch Thatsachen, ist denn nothwendig der wahre und lebendige Gott in ihrer Mitte, giebt es denn nicht auch außerordentliche Dinge, in denen eher ein böses als ein gutes Princip waltet? Oder soll der Mensch den Tausenden folgen, die vor und neben ihm die Botschaft der Gnade als eine himmlische verehren und anbeten? Kann er denn in einer Angelegenheit, die den innersten Schwerpunkt seines ganzen Wesens berührt, sich auf den Vorgang und das Beispiel Anderer wenn auch noch so Vieler verlassen? Müßte er er sich nicht sagen, daß er damit seine Menschenwürde, ein selbstständiges Wesen zu sein, auslöschen würde? Also weder Zeichen und Wunder, noch Beispiele Anderer können die hier nöthige Gewißheit gewähren. Soll es eine solche Gewißheit geben, so muß sie im Innersten des Menschen entstehen und hier muß und wird sie entstehen, falls der Mensch jener Botschaft die gebührende Aufmerksamkeit schenkt. Geschieht nämlich dieses, so dringt der Ton dieser Botschaft in Räume und Tiefen der Seele hinein, die selbst dem eigenen Bewußtsein bisher gänzlich verschlossen waren; ähnlich wie Worte und Klänge der Kindheit in dem durch das Leben verhärteten Herzen Gefühle und Empfindungen wecken, von denen der Mensch dachte, sie lägen längst in dem Lethestrom begraben. Die Wirkung der himmlischen Botschaft, wo man sie wirklich zu Worte kommen läßt, ist nun vor Allem die, daß der umwölkte Thron der inwendigen Gottesmajestät zum ersten Mal aufgedeckt wird: es enthüllt sich zum allerersten Mal das Angesicht dessen, der da ist dreimal heilig, vor dessen Gericht das Böse nicht besteht, es offenbart sich die göttliche Heiligkeit und Gerechtigkeit nicht als eine ferne Idee, als ein äußeres Gesetz, sondern als das richtende und verzehrende Feuer gegen jede dem Menschen anhaftende Unlauterkeit, gegen jede von ihm begangene Sünde. Jetzt erst erfährt der Mensch, was sein Gewissen ist, denn jetzt ist ihm sein Gewissen sein Wissen von Gott und Gottes Wissen von ihm und dadurch wird sein Gewissen für ihn das, was es heißt, Grund der Gewißheit. Denn das Angesicht des Heiligen und Gerechten, das ihm in seinem Innern jetzt aufgedeckt worden ist, ist auch das Angesicht dessen, der ihm in seiner Botschaft seine Gnade verkündigt und eben darin erfährt und weiß der Mensch, daß es kein Anderer und kein Geringerer als der lebendige Gott ist, der ihm in jener Botschaft von einer himmlischen Offenbarung nahe getreten ist, denn nun erfährt der Mensch, daß die Gnade Gottes, die ihm verkündigt wird, ebenfalls nicht eine ferne Idee, ein blasser Gedanke ist, sondern ganz dieselbe Bestimmtheit und Zuthätigkeit hat, wie die göttliche Gerechtigkeit, deren Stimme sein Gewissen ist, indem die göttliche Gnade eben seine eigene Unlauterkeit und Sünde bedeckt und wegnimmt. So wird also die göttliche Offenbarung inwendig und diese inwendige Gestalt der göttlichen Offenbarung ist der Glaube. Das Gewissen ist demnach das im Menschen ruhende Organ, welches durch die göttliche Offenbarung in seine rechte Bewegung und Thätigkeit gesetzt den Glauben vermittelt und seine Gewißheit begründet. Und damit haben wir die Antwort auf die Frage nach dem Verhältniß des Glaubens zur Gewissensfreiheit gewonnen. Der Glaube entsteht im Menschen, indem der Mensch im eigentlichen Sinne zu seinem Gewissen kommt und das Gewissen zu ihm kommt, indem der Mensch also aus dem unfreien Verhältniß zu seinem Gewissen erlöst wird, und in ein freies und bleibendes Gemeinschaftsverhältniß zu seinem Gewissen eintritt. Glaube und Gewissensfreiheit sind demnach wesentlich und unauflöslich mit einander verbunden, wo Eins ist muß auch das Andere sein, wo Eins fehlet, kann auch das Andere nicht vorhanden sein. Die äußere Welt kann in dieses Verhältniß gar nicht eingreifen, denn das Eine wie das Andere ist von der äußeren Welt ganz unabhängig, ja das Eine wie das Andere hat unbedingte Macht über die gesammte äußere Welt. In diesem Zusammenhange, und wir haben gefunden, daß dieser Zusammenhang das wesentliche Verhältniß der beiden fraglichen Begriffe ist, hat die Forderung der Gewissensfreiheit gar keinen Sinn, denn wer den Glauben hat, dessen Gewissen ist frei und keine Macht in der Welt kann diese Freiheit hemmen oder aufheben, wer aber den Glauben nicht hat, der ist und bleibt seinem Gewissen gegenüber unfrei, und Niemand kann ihm die Gewissensfreiheit verleihen, wer ihm nicht den Glauben gibt, das vermag aber kein Mensch, sondern nur Gott durch den Geist seines Wortes.

So überraschend vielleicht dieses Resultat für Manche sein mag, so halte ich es doch für unanfechtbar und ebenso sehr für den richtigen Ausgangspunkt, den das Wort des Glaubens über die Frage der Gewissensfreiheit nehmen muß. Aber ich würde meiner Aufgabe schlecht genügen, wollte ich bei diesem Resultate stehen bleiben; denn gerade von dem gewonnenen Resultate aus läßt sich erst übersehen, in welcher Verwirrung gegenwärtig die bezeichnete Frage liegt. Achten wir auf den jetzt herrschenden Sprachgebrauch, so finden wir, daß diejenigen, welche vorzugsweise den Glauben betonen, gegen Solche Front machen, deren Parole die Gewissensfreiheit ist und umgekehrt die Letzteren in der Regel den Standpunkt des Glaubens als einen fremden entschieden abweisen. Entweder muß unser aufgestelltes Resultat falsch sein, oder es liegt hier eine sehr schlimme Verwickelung der Gedanken und Verwirrung der Geister zu Tage. Das Erste können wir nicht zugeben, da wir wissen, daß unser Resultat auf dem Wege des richtigen Denkens entstanden ist, also liegt das Zweite vor. Denn wollte man dieser Consequenz dadurch zu entgehen suchen, daß man sagt, die Gewissensfreiheit, welche jene abwehren und diese anstreben ist eine andere, als welche wir in Wesensgemeinschaft mit dem Glauben gefunden haben, so giebt dies keineswegs eine genügende Erklärung jener unleugbar vorliegenden Thatsache. Denn gesetzt auch, es ist die Gewissensfreiheit, die in unsern Tagen von gewisser Seite befürwortet und in Anspruch genommen wird, anders gemeint, als der Glaube die Freiheit des Gewissens versteht, so müßte ja der Glaube sich veranlaßt finden, jenem falschen Sprachgebrauch um so eifriger den richtigen gegenüber zu stellen. Das ist aber so wenig der Fall, daß vielmehr diejenigen, welche in jenem Gegensatz gegen die Forderung der Gewissensfreiheit in der Vorderreihe stehen, so viel es sich irgend thun läßt, die Worte Gewissen und Freiheit zu meiden suchen und wenn sie, man muß wohl sagen, notgedrungen diese hohen und großen Worte einmal gebrauchen, so haben sie keinen rechten und ursprünglichen Klang, und man wird bei diesen Worten nicht mehr an das ursprünglich durch dieselben Bedeutete und Bezeugte, sondern an irgend einen Wechselbalg von Freiheit und Gewissen erinnert. Das ist nicht die Art und Redeweise des Apostel Paulus und des Reformator Luthers gewesen. Diese hatten auch gegen falsche Freiheitsapostel zu kämpfen in ihren Tagen, aber der Mißbrauch der Freiheit hat sie nicht vermocht, den kräftigen Flügelschlag ihres Freiheitsbewußtseins zu hemmen. Ist es ja doch auch eine weltgeschichtliche Thatsache, daß so bald sich die Religion als Glaube proklamirte, zum ersten Mal die Macht der Gewissensfreiheit der Menschheit zum unvertilgbaren Bewußtsein gebracht wurde, indem die Gewissensfreiheit ihren nicht zu verfälschenden Namenszug mit dem reinsten Blut dreier Jahrhunderte in die Erde grub. Es muß demnach ohne alle Frage als eine bedenkliche Abweichung und Verirrung angesehen werden, wenn der Glaube gegenwärtig eine Scheu hat, sein ursprüngliches und einfaches Verhältnis zu der Gewissensfreiheit ohne Umschweif, schlicht und recht auszusprechen. Und diese Verirrung zugestanden, ist es dann nicht zu verwundern, daß die Gewissensfreiheit, weil der Glaube sich ihrer nicht annimmt, sich auf das Gebiet des Nichtglaubens flüchtet. So haben dereinst heidnische Rhetoren, als die christlichen Kaiser anfingen den Glauben mit Gewaltmitteln zu verbreiten, dieselben Argumente wiederholt, mit denen frühere christliche Apolegeten die Freiheit des Gewissens vor der heidnischen Obrigkeit vertheidigt hatten.

Je tiefer das Christenthum in das ganze gegenwärtige Leben eingedrungen ist, einen desto größeren Schaden muß uns diese bedenkliche Abweichung des öffentlich christlichen Wortes bedeuten. Unter dem heilverkündenden Doppelgestirn des Glaubens und der Gewissensfreiheit ist die alte Welt in eine neue verwandelt; wie bedrohlich für den Bestand dieser neuen Weltordnung muß es erscheinen, wenn jetzt der eine Stern den anderen zu meiden beginnt! Eine solche Verrückung der untersten Grundlagen kann natürlich auch nicht gedacht werden, ohne daß dieselbe bereits mannichfach ins wirkliche Leben eingegriffen und sich verfestet hätte. In der That tragen unsere Staatseinrichtungen und unser Kalender, unser Sprachgebrauch und unsere Lebenssitte die tiefen und hundertjährigen Spuren dieser Zertrennung jener beiden mit so heiligen Banden verknüpften Geistesmächte, und es ist wohl klar, daß die Richtigstellung dieses heiligen Verhältnisses nicht ohne eingreifende praktische Veränderungen vor sich gehen kann. Auf diese Zusammenhänge hier einzugehen, verbietet mir die Zeit, ich bin auch der Meinung, daß in Ansehung der praktischen Reformen von beiden Seiten allen Ernstes erwogen werden muß, daß es sich um tief gewurzelte Einrichtungen und Verhältnisse unseres Gesammtlebens handelt und deshalb eine Veränderung nur dann heilsam sein kann, wenn sie durch allseitige und ernstliche Verständigung vorbereitet ist. Um diese Verständigung ist es zuvörderst zu thun und sie ist das dringendste Bedürfniß unserer ganzen geistigen Gegenwart. Für diese Verständigung einen Beitrag zu liefern ist der eigentliche Zweck meiner Rede.

Damit aber diese Verständigung anheben könne, muß der Raum, in welchem die beiden Lager mit einander verhandeln sollen, von den finsteren und unsauberen Geistern gereinigt werden. Solche finstere und unsaubere Geister giebt es nämlich auf beiden Seiten; ich will einige Namen nennen: der hierarchische Hochmuth und der intellektualistische Hochmuth, der scheinheilige Fanatismus und der frivole Fanatismus, die Verdächtigungssucht auf beiden Seiten, die Feigheit und Trägheit hüben wie drüben. Diese Geister des Abgrunds müssen gebannt werden durch den Geist des entschlossenen Ernstes für die Wahrheit, vor deren königlichem Scepter sich Jeder ohne Ausnahme beugen muß, wer wirklich Verständigung zumal ans dem vorliegenden Gebiete erstrebt. Wer sich dieses Geistes und Ernstes bewußt ist, der komme heran, er stehe nun auf dem Standpunkte des Glaubens oder auf dem der Gewissensfreiheit. Die Verständigung selbst nun wird darin bestehen, daß die beiden jetzt unnatürlich getrennten Standpunkte sich gegenseitig wiederum aufsuchen. Also der Glaube werde sich wiederum seines ursprünglichen Verhältnisses zur Freiheit des Gewissens bewußt. Wo der Glaube irgend ernstlich gemeint ist, da bekennt er sich zu der Rechtfertigung vor Gott, zu der Versöhnung der Seelen, zu der Vergebung der Sünden und diese inhaltsvollen Worte meinen zuletzt ja nichts Anderes als die Freiheit des Gewissens. Aber sehen wir nun den inneren Stand des Glaubens an, wie er in unseren Tagen sich zeigt, so erscheint derselbe ganz gewöhnlich in einer gewissen Aengstlichkeit, Peinlichkeit, Verzagtheit und Gebundenheit, und wenn dies einmal nicht der Fall ist, so wird es als eine besonders bevorzugte Ausnahme betrachtet. Der Grund dieser Erscheinung kann kein anderer sein, als daß der Mensch in voller Wahrheit zu seinem Gewissen noch nicht gekommen ist, daß der Thron der inwendigen Richtermajestät noch für ihn nicht ganz entschleiert ist, daß also der Glaube sich in ihm noch nicht vollendet hat. Das kann und darf nicht bleiben, der Glaube muß wiederum die volle und ungetrübte Freiheit des Gewissens als seine innere Naturnotwendigkeit in sich tragen. Kommt aber der Glaube wiederum zu dieser seiner Kraft, dann ist auch jedes Glaubensbekenntniß in und durch sich selbst eine offene Kriegserklärung gegen die Sünde und zwar gegen die Sünde in jeder Art und Gestalt, nicht bloß gegen die Sünde der unteren Volksklassen sondern ebenso sehr und noch mehr gegen die Sünde der höheren und höchsten Stände, nicht bloß gegen die offenbare und schreiende Sünde, sondern ebenso sehr und noch mehr gegen die Sünde, die sich die Menschen unter einander nachzusehen pflegen, am allermeisten aber gegen die Sünde, welche sich durch den Heiligenschein des Glaubens zu verdecken und zu beschönigen sucht. Es ist nicht zu leugnen, daß es der Glaube in unserer Zeit in dieser Beziehung an sich fehlen läßt, er muß sich aber wiederum zu diesem tapferen Kriegesmuth gegen die Sünde ermannen und darin seine Gewissensfreiheit bewähren. Und damit ist sodann nothwendig ein Anderes verbunden. Es giebt nur Eines, was der Glaube ewig von sich weist, das ist die Sünde, alles Andere läßt er nicht bloß gewähren, sondern alles Andere nimmt er in seinen Schutz und in seine Pflege. Die Sünde ist aber nicht ein materielles Ding, sondern eine Corruption, die der Schöpfung Gottes anhaftet. Der wirksame Kampf gegen die Sünde ist daher recht eigentlich die Erlösung und Wiederherstellung aller Creaturen. Die Kriegserklärung gegen die Sünde ist demnach die feurige Ringmauer um das wahre Gedeihen aller Schöpfungen und Ordnungen Gottes in der Welt, die rettende segnende Liebe, die alle Creaturen umfängt. Auch in dieser Beziehung ist der Glaube unserer Tage schwächlich und zwar darum, weil sein Kampf gegen die Sünde nicht in vollem Einklang mit der Freiheit des Gewissens steht. Ich erinnere nur daran wie gleichgültig und bornirt sich der Glaube in Ansehung der großen Güter der Menschheit, als da sind staatliches Gedeihen, Volks-Wohlfahrt und Freiheit, Wissenschaft und Kunst in der Regel bezeigt und benimmt. Der Glaube muß die Aufgabe erkennen, daß er auch hier seine heilige Kraft zu beweisen habe, und zwar besonders da und dann, wo und wann nichts Anderes mehr schirmen und helfen kann, er muß insonderheit dann die gottgeschaffenen Güter in Schutz nehmen und pflegen, wenn die übrigen sittlichen Kräfte der Welt vor der List und Gewalt des argen Feindes, der immerdar Gottes Schöpfung vornämlich in den großen Gemeinschaftsformen des Menschenlebens zu verderben trachtet, verzagen und verstummen. So soll sich der Glaube auf dem Gebiete, welches er bereits inne hat, bewähren als die rechte Befreiung und als die rechte Selbstmacht des Gewissens. Denselben Charakter muß er aber auch behaupten und zwar mit aller Strenge und Reinheit dem Gebiete gegenüber, welches er erst gewinnen will; denn verbreitend muß der Glaube wirken, wenn er anders Leben hat. Sobald aber der Glaube nicht mehr in dem ursprünglichen Achte der Gewissensfreiheit leuchtete, hat er sich fast unbewußt und allerdings in guter Meinung auch äußerlicher Mittel zu seiner Selbstverbreitung bedient und dies hat einen Zustand geschaffen, in welchem diese mit äußerlichen Mitteln sich vollziehende Selbstverbreitung des Glaubens zur Gewohnheit und Sitte geworden ist. In jüngster Zeit ist darüber das Bewußtsein wach geworden und von Stund an ist es eine heilige und unabweisliche Pflicht des Glaubens, sich darüber völlig klar zu werden, daß jede andere Art seiner Selbstverbreitung als die, welche durch geistige Einwirkung auf die gewissenhafte Ueberzeugung geschieht, seine eigene Reinheit trüben und seine heilige Kraft schwächen muß. Der Gebrauch äußerlicher Mittel und Wege ist ein sehr weiter, von der rohen Faust eines Mortaraskandals bis zu den leisen und feinen Winken, die ein lockendes oder schreckendes Moment enthalten, diesem ganzen Gebrauch irgend wie sinnlicher Mittel soll der Glaube principmäßig absagen, und von hier aus muß er diejenigen verstehen lernen, welche sich gegenwärtig um das Panier der Gewissensfreiheit und des Nichtglaubens schaaren. Der Glaube wird zwar immer dabei bleiben, daß die wahre, erfüllte und machtvolle Freiheit des Gewissens nur im Glauben und nicht außerhalb des Glaubens sei, über wenn er dessen inne wird, daß er selber das Licht der Gewissensfreiheit hat unter den Scheffel gestellt, so müssen ihm diejenigen, welche ihren Nichtglauben offen bekennen und Entlassung begehren aus einem Verbände, dem sie innerlich nicht mehr angehören, lieber sein, als die Gleichgültigen, welche die Ketten ihrer Knechtschaft gewohnheitsmäßig dahin schleppen und durch ihre träge Massenhaftigkeit alle frischen Geistesregungen in der Kirche niederhalten. Wenn auch der Glaube immer leugnen wird, daß der Nichtglaube die wirkliche Freiheit des Gewissens besitzt, so kann und muß er zugeben, daß das aufrichtige Bekenntniß des Nichtglaubens ein Streben nach Freiheit des Gewissens ist. Die Kirche ist der Welt bisher noch einen Beweis schuldig geblieben; sie hat vornämlich in ihrer Urzeit mit reinem Leben und freudigem Streben bewiesen, daß sie sich das Gut ihrer Gewissensfreiheit durch keine Gewalt rauben läßt, sie muß aber eben so weltgeschichtlich beweisen, daß sie die freie Ueberzeugung der Gewissen schätzt und schirmt, auch wenn ihr Macht zum Zwange zu Gebote steht. Die Stunde ist gekommen, in welcher die Kirche in diese Aufgabe mit allem Ernste einzutreten hat und von der Gewissenhaftigkeit, mit der sie dieses thut, hängt wesentlich das Gedeihen ihrer nächsten Zukunft ab.

Andererseits muß aber auch der Standpunkt der Gewissensfreiheit den Glauben zu verstehen suchen. Ich gebe willig zu, daß der Tenor des Glaubens gegenwärtig ein gedämpfter und schwacher ist, ich muß ferner zugeben, obwohl es mich schmerzt, daß auf unserer Seite schrille und häßliche Mißtöne sind, wir räumen ferner ohne Zögern ein, daß die Zahlen unserer Kirchenbücher für eine wirklich kirchliche Statistik nicht mehr maßgebend sein können. Trotz alle dem aber soll der Nicht, glaube nicht übersehen, daß der Glaube noch da ist, daß die Kirche Christi noch vorhanden ist, daß sie auch in dieser unserer Weltstadt ihr gegenwärtiges Dasein hat. Es sind nun bald 100 Jahre verflossen, da ging in Berlin die Rede aus, nicht lange werde es währen, dann werde der Name Jesu nur noch eine geschichtliche Bedeutung haben. Diese Weissagung hat eine umgekehrte Erfüllung erlebt, denn der Name Jesu ist seitdem in vielen tausend Herzen eine Macht des Lebens geworden und es sind diesem Namen Werke der reinsten Liebe und Selbstverleugnung entsprungen, für die es keine andere Erklärung giebt, als den lebendigen Glauben und Hamburg müßte sich selbst nicht kennen, müßte sich selbst verleugnen, wenn es diese Thatsache der letzten Zeiten in Abrede stellen wollte. Es ist nicht zu leugnen, daß der Glaube in unserer Zeit vielfach einen bornirten Charakter an sich trägt, aber ich warne den Nichtglauben vor dem Wahn, als ob auf seinem Gebiete allein die volle und wahre Humanität erblühen könne, als ob in seiner Atmosphäre ausschließlich das gesunde Denken und die Schönheit des Lebens gedeihen könne und wer glauben wolle, von dem Mitbesitz und Mitgenuß unserer gegenwärtigen Cultur und Civilisation Abschied nehmen müsse. Man vergesse nur nicht, daß die schönste Blüte der Wissenschaft und Kunst, welche die Welt je gesehen hat, die Herrlichkeit von Athen und Rom in sich selbst zu Grunde gegangen ist und zwar in Aberglauben und Unglauben und daß es die Macht des Glaubens war, welche die alternde Welt noch einmal befruchtet hat, um eine schöne Nachblüte jener antiken Herrlichkeit hervorzutreiben. Und um ganz in der Nähe zu bleiben, so nennt der Nichtglaube die Gewissensfreiheit als die Krone der Bildung. Wenn nun aber der Glaube den Nichtglauben fragt: woher hast du denn deine Inschrift? so muß der Nichtglaube bekennen, daß, bevor der Glaube kam, kein Denker und kein Dichter in der Welt das, was Freiheit des Gewissens sei zumal im Gegensatz zu einem öffentlichen Cultus, gewußt noch gesagt hat. Ein heimlicher Gedanke aber, mit dem sich der Unglaube vielfach herumträgt, ist dieser: wenn auch der Glaube gegenwärtig noch da sei, so verkündige seine Schwächlichkeit doch sein Altern und in der Welt des unablässigen Fortschrittes und Wandels werde er mit der Zeit sein Ente finden wie alles Gewordene. Der Nichtglaube müßte sich freilich aufgeben, wenn er vom Glauben anders denken wollte, ich werde deshalb auch nicht wieder auf das Zeugniß der Geschichte zurückkommen, sondern nur bitten, daß der Nichtglaube das Bekenntniß des Glaubens von seinem eigenen Ursprung und Wüsen nicht überhören möge. Der Glaube behauptet, daß die Eingründung seiner selbst in der Welt nicht geschehen ist durch eine irgendwie gesteigerte Naturkraft, sondern durch Selbstmittheilung des persönlichen Gottes und eben um dieses seines Ursprunges willen leugnet der Glaube ganz entschieden, daß er jemals dem Geschick der endlichen Dinge unterliegen könne, er weiß, daß er wohl einmal schwach und matt werden kann, aber lebt der festen Zuversicht, daß jede Schwächlichkeit und Mattheit überwunden wird durch eine innere Steigerung und Erneuerung seines Lebens aus der göttlichen Urkraft seines ewigen Wesens.

Dies dürften die Hauptpunkte sein, welche von beiden Seiten fürs Erste in Betracht kommen, um eine gegenseitige Verständigung anzubahnen. Und damit könnte ich meine Aufgabe für erledigt ansehen, wenn ich nicht glauben müßte, den Männern, welche diese Versammlungen veranlaßt haben, noch ein besonderes, freies Wort schuldig zu sein. Ich kenne Euch nicht von Person, ja nicht einmal dem Namen nach, verehrte Mitglieder des „Committes zur Förderung der Gewissensfreiheit“, auch was Ihr im Einzelnen für Gedanken und Absichten habt ist mir unbekannt, das aber glaube ich mit Sicherheit erkannt zu haben, daß es Euch darum zu thun ist, über die die Gewissensfreiheit betreffenden Fragen Klarheit zu gewinnen und zu verbreiten, und den Eindruck habe ich empfangen, daß Ihr mit dieser Sache es aufrichtig meint. Und deshalb spreche ich hier öffentlich den Wunsch aus, daß man in dieser geistesträgen und genußsüchtigen Zeit ein solches Bemühen und Streben um ein ideales Gut mit Freuden begrüßen möge, man stehe nun im Glauben oder im Nichtglauben. Ich wünsche ferner, daß Ihr Euren Weg rüstig und ungestört weiter verfolgen wöget: zwei große Worte, die in allen richtigen Menschen einen Wiederhall finden, habt Ihr auf Eure Fahne geschrieben, diese Worte schließen Verantwortung in sich, ich wünsche daß Ihr durch die Macht dieser Worte alle leidenschaftliche Störung und Trübung von Eurer guten Sache fern halten wöget. Dieses Zwiefache wünsche ich Euch auf Euren Weg, von dem Ihr wißt, daß er nicht der meinige ist. Und das Ziel Eures Weges? Ich halte Euch für aufrichtige Männer und auch ich möchte darum gerne als aufrichtig von Euch erfunden werden und darum gestattet mir, daß ich Euch meinen dritten Wunsch über das Ziel Eures Weges offen ausspreche. Ihr strebet nach der Gewissensfreiheit und denkt, daß Ihr sie besitzen werdet, wenn man Euch gestattet, Euren Nichtglauben ohne allen Zwang sich ausgestalten zu lassen, indem Ihr dem Staat lediglich sittliche Garantien bietet, ich bin der Meinung, daß Ihr Euch darin insofern irret, als Ihr auch dann noch nicht besitzen werdet, wonach Ihr strebet. Auch ich habe nach der Gewissensfreiheit gerungen unter vielen Kämpfen und Wehen, jetzt besitze ich sie und lebe in ihrem seligen Genusse, und weder Welt noch Teufel können mich darin stören. Soll ich Euch den Namen nennen, welchen allein und ausschließlich ich dieses Kleinod verdanke? Es ist ein Name, den ich kannte von meiner Kindheit her, dessen heiliger Glanz mir aber lange Zeit durch finstere Hüllen und Vorhänge verdeckt war. Der Name heißt Jesus von Nazaret, der Christ und eingeborene Sohn des lebendigen Gottes. Ihr kennet ihn nicht, aber er kennet Euch, Ihr suchet ihn nicht, aber er suchet Euch: möge es Euch zu Theil werden, daß Ihr auf Eurem Wege den erkennet und findet, der da gesagt hat, so Euch der Sohn frei macht, so seid Ihr wesenhaft frei und das sei das Ziel Eures Weges.

Glaube und die Gewissensfreiheit.
Ein Vortrag,
gehalten in der Tonhalle zu Hamburg
am 31. Januar 1859
von
M. Baumgarten,
Doktor und Professor der Theologie.

Hamburg,
Nolte & Köhler
(Herold'sche Buchhandlung.)
1859

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